So finden Sie uns

Strickhof
Eschikon 21
CH-8315 Lindau
+41 58 105 98 00
info@strickhof.ch

Strickhof auf Social Media

Pflanzenbau News 21. Mai 2025

Aktuelle Themen: Zuckerrüben: Blattläuse ¦ Mais: Schnecken; Unkräuter ¦ Weizen: Getreidehähnchen ¦ Termine & Veranstaltungen

Rüben

Blattläuse

Auf einigen Monitoringflächen der Ostschweiz wurde die Bekämpfungsschwelle der Grünen Pfirsichblattlaus auf Zuckerrüben überschritten. Die Fachstelle für Zuckerrübenanbau und die Fachstelle für Pflanzenschutz empfehlen darum den Betrieben im Kanton Zürich, so bald als möglich und bis spätestens dem 10-Blattstadium eine einmalige Behandlung entweder mit dem Produkt Teppeki 0,14 kg/ha (Wirkstoff Flonicamid) oder dem Produkt Movento SC 0,45 l/ha (Wirkstoff Spirotetramat, Notfallzulassung) durchzuführen. Für beide Mittel ist keine Sonderbewilligung notwendig, jedoch ist im Feldkalender der Zusatzvermerk «Empfehlung kantonaler Pflanzenschutzdienst» aufzuführen. Dies, weil bei den Grünen Pfirsichblattläusen im ÖLN die Pflanzenschutzdienste für die Erhebung der Schadschwelle zuständig sind. Teppeki ist für Bienen giftig und sollte nur am Abend ausserhalb des Bienenflugs eingesetzt werden.

Die vielfach vorhandenen schwarzen Bohnenblattläuse werden beim Einsatz von Teppeki oder Movento SC miterfasst. Die Produkte werden als nützlingsschonend eingestuft. Achtung: Zuckerrüben, welche beim Produktionssystembeitrag «Verzicht auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau» angemeldet sind sowie IP-Suisse Rüben müssen vor einer allfälligen Behandlung beim Landwirtschaftsamt bzw. bei der Labelorganisation abgemeldet werden.

Zuckerrüben Schädlinge Blattläuse
An der Unterseite des Rübenblatts findet man grössere Kolonien von Blattläusen. Diese verursachen ein Einrollen der Blätter und ein verzögertes Wachstum der Rüben. Mittig zu sehen (gelb) sind die Eiablagen eines Marienkäfers. Foto: Strickhof
Zuckerrüben Schädlinge Nützlinge Blattläuse
Mittlerweile findet man verbreitet Marienkäfer-Larven. Diese vertilgen bis zu 100 Blattläuse pro Tag. Foto: Strickhof
Zuckerrüben Schädlinge Blattläuse
Die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae) ist ein Überträger der virösen Vergilbungskrankheit in Zuckerrüben. Foto: Strickhof

 

Mais

Schnecken

Der früh gesäte Mais ist bereits im 3-Blattstadium (=3. Blatt voll entfaltet) und weitere Saaten sind noch vor den Niederschlägen erfolgt. Das aktuelle Regenwetter begünstigt die Schneckenaktivität. Die jungen Maisbestände, insbesondere im pfluglosen Anbau, sollten daher auf Schneckenschäden kontrolliert werden. Hinweise sind glänzende Schleimspuren am Boden oder Frassspuren in Längsrichtung der Blätter, welche eine Flächenbehandlung mit Schneckenkörnern rechtfertigen.

 

Unkräuter

Für die kommende Woche sind wüchsige Witterungsbedingungen prognostiziert, welche sowohl den Mais als auch die Unkräuter im Wachstum begünstigen. In früh gesäten Beständen sollte die Unkrautbekämpfung zeitnah erfolgen, denn generell ist die Verträglichkeit der Herbizide auf junge Maispflanzen besser. Der Behandlungszeitraum liegt im 2-6-Blatt-Stadium und ist Wirkstoff-spezifisch im Mittelheft auf Seite 76/77 einsehbar. In Fruchtfolgen mit Conviso-Rüben kann für die Resistenzvorbeugung auf eine Sulfonylharnstoff (Gruppe 2)-freie Herbizidstrategie ausgewichen werden. Nach einer Regenperiode sind vor einer Behandlung zwei trockene Tage abzuwarten, bis sich die Wachsschicht auf den Blättern wieder regeneriert hat.

Mais Unkräuter
Der Herbizideinsatz sollte noch vor dem Bestocken der Hirsen erfolgen, denn danach sind diese nur noch schwer bekämpfbar. Foto: Strickhof

 

Weizen

Getreidehähnchen

Neben adulten Getreidehähnchen und Eiern sind auch bereits kleine Larven zu sehen. Der Hauptschaden wird denn auch durch die Larven verursacht. Der Druck durch die Getreidehähnchen ist aktuell aber flächendeckend sehr gering und die verbleibenden Eier werden hoffentlich mit dem Regen abgewaschen. Die Bekämpfungsschwelle für den Einsatz von Spinosad (Audienz/Elvis) liegt bis Beginn Ährenschieben (DC 39 bis 50) bei zwei Larven pro Halm, danach bis Blühbeginn (ab DC 51 bis 61) bei zwei Larven pro Fahnenblatt.

Weizen Schädlinge
Getreidehähnchen-Larven verursachen den typischen streifenförmigen Fensterfrass, indem sie die Zellschichten zwischen den Blattadern bis auf die Epidermis der Blattunterseite abnagen. Die adulten Tiere hingegen beissen streifenförmige Löcher raus. Foto: Strickhof

 

PDF: Pflanzenbau News 21. Mai 2025

Fachkurse Strickhof Acker- & Futterbau

Weiteres Fachwissen

Weinlesekontrolle – Informationen für Rebbewirtschafter und Einkellerer
28.07.2026

Weinlesekontrolle – Informationen für Rebbewirtschafter und Einkellerer

Die Weinlesekontrolle für Trauben aus dem Kanton Zürich erfolgt als Eigenkontrolle durch die EinkellerInnen. Mit der korrekten Weinlesekontrolle wird auch die geforderte Rückverfolgbarkeit der einzeln...
Milchkühe mit Durchfall & Hitzestress
28.07.2026

Milchkühe mit Durchfall & Hitzestress

Milchviehställe werden aktuell zum Kranken-Lazarett. Durchfall legt ganze Herden lahm, begleitet von diversen weiteren Symptomen und starkem Milchrückgang.
Schweizer Beeren-Bulletins 2026
24.07.2026

Schweizer Beeren-Bulletins 2026

Hier finden Sie alle Schweizer Beeren-Bulletins der Saison 2026. Das aktuelle Bulletin Nr. 7/2026 ist vom 24. Juli
Regelmässige Feldkontrollen der Zuckerrüben bleiben wichtig
23.07.2026

Regelmässige Feldkontrollen der Zuckerrüben bleiben wichtig

Trotz der trockenen Bedingungen halten sich die Zuckerrüben auf den Feldern grösstenteils wacker. Nach der Getreideernte können bereits die ersten Arbeiten durchgeführt werden, um eine erfolgreiche Zu...
Pflanzenbau News Strickhof vom 22. Juli 2026
22.07.2026

Pflanzenbau News Strickhof vom 22. Juli 2026

Aktuelles zu den Themen: Raps; Unwetterschäden; Kartoffeln; Stoppelbearbeitung; Zuckerrüben; Biolandbau; Düngung; Erdmandelgras
Zwischen Totalausfall und Spitzenbestand
21.07.2026

Zwischen Totalausfall und Spitzenbestand

Das Rapsanbaujahr 2026 zeigte deutliche Gegensätze: Während sich einige Bestände im Frühling sehr vital präsentierten, blieben andere in der Blüte schwach und ungleichmässig. Entscheidend war vor alle...
Keimzahlen explodieren in der Sommerhitze: was kann ich tun?
17.07.2026

Keimzahlen explodieren in der Sommerhitze: was kann ich tun?

Zu hohe Keimzahlen beeinträchtigen die Milchqualität. Häufigste Ursachen sind schlecht gereinigte Melkanlagen oder, vor allem zu dieser Jahreszeit mit anhaltend hohen Aussentemperaturen, eine ungenüge...