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Betriebsentwicklung – Stillstand gleich Rückschritt

Die Schweizer Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Anzahl Landwirtschaftsbetriebe hat abgenommen. Einzelne Betriebe konnten dadurch an Fläche gewinnen. Diverse innerbetriebliche Veränderungen auf Ebene Betrieb und Familie haben stattgefunden.

Veränderungen sind laufend gefragt

Der aktuelle Agrarbericht 2023 hebt die Abnahme der Milchkuhbestände hervor, während die Geflügelbestände stark zugenommen haben. Mehr Frauen sind in die Betriebsleitung eingestiegen. Die Anbaufläche von Soja hat stark zugenommen. 

Ein landwirtschaftlicher Betrieb ist tagtäglich neuen Umständen und daraus folgenden Fragestellungen ausgesetzt. Jedoch ist die Tragweite der Umstände sehr unterschiedlich. Während das Wetter kurzfristig die Tagesplanung beeinflussen kann, kann eine Kündigung von einigen Hektaren Pachtland das gesamte Betriebssystem ins Wackeln bringen. Der Betriebsleiter trifft unter Berücksichtigung der jeweiligen neuen Ausgangslage Entscheidungen, die ein Weiterführen der Unternehmung gewährt. Auf eine Kündigung von mehreren Hektaren Pachtland reicht eine Anpassung des Tagesplans nicht. Eine umfassende strategische Planung zur Sicherstellung der Unternehmung ist nötig.

In Bewegung bleiben

Egal ob eine kurzfristige oder eine langfristige Veränderung ansteht, entscheidend ist, dass Dynamik, resp. Bewegung vorherrschend ist. Stehen zu bleiben bedeutet, sich schliesslich seinem Schicksal zu ergeben, was für den Betrieb und die Familie zu einem Stillstand, bzw. Rückschritt führt. Bleibt die Führung des Betriebs beweglich, so besteht die Möglichkeit das künftige Geschehen mit eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten massgebend beeinflussen zu können. Natürlich ist auf diesem Weg Fleiss und Beharrlichkeit gefragt. 

Dabei kann es hilfreich sein, eine Sicht von aussen einzuholen und gemeinsam mit einer versierten Beratungsfachkraft eine Auslegeordnung zur vorliegenden Ausgangslage zu erarbeiten. Mittels gezielter, individueller Prozessbegleitung kann gemeinsam eine betriebsspezifische Strategie zu Faden geschlagen werden, die sowohl den Betrieb als auch die Betriebsleitenden in Bewegung bringt. 

Freude ist matchentscheidend

Das Führen eines landwirtschaftlichen Betriebes in heutigen Zeiten und zu den aktuellen Rahmenbedingungen bedarf das unglaubliche Wissens- und Erfahrungsspektrum einer «eierlegenden Wollmilchsau». So surreal das auch klingen mag, es ist die Realität. Daher ist es entscheidend, dass Leidenschaft und Freude dominieren. Denn nur so, ist die Arbeit erfüllend und trägt schliesslich dazu bei, dass in Betrieb und Familie Zufriedenheit vorherrschen kann. Bereits die alten Griechen haben diese Lebensweisheit erkannt und wie folgt schriftlich festgehalten: «Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.» (Aristoteles). Egal ob es um das Bestreiten des Alltages geht oder um die proaktive Gestaltung von Veränderungen, Freude bei der Arbeit ist matchentscheidend.  

 

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INFO

«Stamm Betriebsführung» - Start im Herbst 2024

Der Strickhof hat aufgrund der oben geschilderten Ausgangslage auf den landwirtschaftlichen Betrieben, den Stamm «Betriebsführung» initiiert. Betriebsleitende in der Landwirtschaft können sich im Rahmen vom Stamm mit Berufskolleginnen und Berufskollegen zu selbstbestimmten Themen und Inhalten austauschen. Wir sind der Überzeugung, dass Lösungswege schliesslich nur individuell und persönlich gefunden werden können. Wegweiser dazu können aber vor allem im Austausch mit BerufskollegInnen erkannt und diskutiert werden. 

Der Strickhof bietet im Rahmen vom Stamm eine Plattform für den Austausch. Zudem besteht die Möglichkeit, spezifische Themen und Herausforderungen in Einzelberatungen anzugehen. 

Im Herbst 2024 soll der erste «Stamm Betriebsführung» gegründet werden. Im Rahmen des Gründungstreffens wird das Jahresprogramm (3 – 4 Treffen jährlich) mit gewünschten Themenbereichen und allfälligen Referenten und Tätigkeiten festgelegt. 

Details und Anmeldung: 

https://www.strickhof.ch/publikationen/stamm-betriebsfuehrung/

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