Schlussfeier Fachausbildung Bäuerin

16.07.2019

44 Frauen aus 6 Kantonen haben am Strickhof Wülflingen die Fachausbildung Bäuerin abgeschlossen. Grussworte überbrachten Chrstine Bühler, ehemalige Präsidentin und Anne Challandes, aktuelle Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands.

Lachende Gesichter und feierliche Stimmung: 44 Frauen aus 6 Kantonen konnten am 12. Juli 2019 im Rahmen der Fachausbildung Bäuerin am Strickhof Wülflingen ihre Urkunden im Empfang nehmen. 22 Frauen absolvierten die Weiterbildung berufsbegleitend, 22 Vollzeit. Mit dem Abschluss am Strickhof steht den Absolventinnen die Tür offen für den Erwerb des Eidgenössischen Fachausweises.

Die Schlussfeier fand in gewohnt festlichem Rahmen statt – in einer mit viel Liebe dekorierten Mehrzweckhalle, mit Live-Musik, Nachtessen und Darbietungen der Absolventinnen. Als etwas ganz Besonderes bezeichnete Samuel Herrmann, Präsident der Schulkommission Strickhof, die Schlussfeier Fachausbildung Bäuerin.

Christine Bühler, ehemalige Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands, hielt das Einstiegsreferat. Die Lebensform als Bäuerin sei ein Privileg, lobte sie. «Ihr seid Eure eigene Chefin, dürft mit der Natur und Tieren arbeiten und den ganzen Tag mit Eurer Familie verbringen.» Den Entscheid, die Ausbildung zur Bäuerin zu absolvieren, bezeichnete Christine Bühler als weise. Das Erlernte sei von grossem Nutzen im Alltag, zudem entstünden Freundschaften, die ein Leben lang hielten.
«Ich rufe euch auf, euren Beruf mit Stolz und Freude auszuüben», sagte Christine Bühler. Bäuerinnen könnten glaubhaft Brücken zu der nicht-landwirtschaftlichen Bevölkerung schlagen und für den Konsum von einheimischen, saisonalen und klimafreundlich produzierten Lebensmitteln werben. Die Bäuerin sei ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt zwischen Betrieb und Familie, betonte Christine Bühler weiter. Dreh- und Angelpunkte seien auch Verschleissteile, mahnte sie. «Wenn man sie nicht sorgsam wartet, nutzen sie sich schnell ab.»

Mit Anne Challandes nahm an der Feier auch die amtierende Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands teil. «Ihr habt in eurer Ausbildung eine breite Palette an Kompetenzen erworben. Ihr könnt stolz sein», freute sie sich.

Strickhof-Direktor Ueli Voegeli zog in seiner Rede einen Vergleich zur Tierwelt: «Sie sind als wissenshungrige Raupen an der Bäuerinnenschule gestartet, haben eine Metamorphose durchgemacht und verlassen nun den Strickhof als einzigartige Schmetterlinge.» Dank der Ausbildung seien die Absolventinnen vertraut mit dem nachhaltigen Umgang mit Nahrungsmitteln, hätten zudem Kompetenzen in Haus- und Betriebswirtschaft sowie landwirtschaftliche Grundkenntnisse erworben. «Diese vernetzten Kompetenzen eröffnen Ihnen, zusammen mit dem Wissen und der Erfahrung aus Ihrem angestammten Beruf, neue Möglichkeiten und sie helfen Ihnen in der Bewältigung der Aufgaben in Haushalt, Betrieb und Familie», sagte Ueli Voegeli. Die vermittelten Kompetenzen seien gleichermassen für die unternehmerische Bäuerin wie auch für die engagierte Familienfrau aus dem städtischen und ländlichen Umfeld von Nutzen. Bäuerinnen verfügten über ein ausgesprochen positives Image, betonte Ueli Voegeli weiter. «Seien Sie Botschafterinnen für unsere sinn- und wertgebende bäuerliche Lebenskultur.»



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