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Auch die Tiere müssen auf die Weide vorbereitet werden

Die Frühlingsarbeiten auf dem Feld sind in einigen Regionen in den letzten zwei Wochen auf Hochtouren gelaufen. Auch die Tiere im Stall müssen auf die kommende Weidesaison vorbereitet werden.

Weidestrategie und Klauenpflege

Die Umstellung der Fütterung auf Weidegras ist ein grosser Punkt, aber auch gut gepflegte Klauen sind wichtig. Je nachdem welche Strategie gefahren wird z.B. Überweidung der Flächen oder erst auslassen, wenn genügend Futter vorhanden ist, sollten die Tiere entsprechend vorbereitet werden. Ob die Klauenpflege vor Weidebeginn oder nach den ersten Weidetagen stattfinden soll, ist je nach Betrieb unterschiedlich. Müssen bereits weitere Wegstrecken auf festem Untergrund oder auf Kies zurückgelegt werden, sollen die Klauen bereits früh genug geschnitten werden. Wenn die Tiere schon einmal auf der Weide waren und sich nach dem Winter austoben konnten, ist der Vorteil, dass die Tiere beim Klauenscheiden ruhiger sind. 

 

Pansenflora muss sich umstellen

Die Pansenflora, z.B. Bakterien und Protozoen, benötigen rund 2 Wochen, um neue Futterkomponenten gut verdauen zu können. Es ist deshalb sinnvoll die Tiere am Anfang bereits gefüttert und nur stundenweise auf die Weide zu lassen. Am ersten Weidetag ist der Bewegungsdrang der Tiere natürlich noch grösser, sehr oft beruhigen sich die Tiere aber schnell wieder. Das Gras im Frühjahr hat einen tieferen Gehalt an Magnesium als die Folgeaufwüchse und dem entsprechend soll den Tieren ein Mineralfutter mit höherem Magnesiumgehalt angeboten werden. 

Weidezäune der Tierart anpassen

Je nachdem welche Tiere geweidet werden, gibt es Empfehlungen zur Anzahl Litzen. Bei Milchvieh werden 1-2 Litzen empfohlen. Für Mutterkühe 2-3 Litzen, oder je nach Gebiet und Herdenzusammensetzung sogar 4 Litzen. Dabei ist zu beachten, dass die unterste Litze mind. 25 cm ab Boden ist (Igel und Co. können damit gefahrlos die Weiden durchqueren). Eine gute Vorbereitung und regelmässige Kontrolle der Zäune zahlen sich auf jeden Fall aus. Bei Mutterkuhherden oder Jungvieh ist zu beachten, dass Kälber, die in den Wintermonaten geboren wurden, den (Elektro-)-Zaun erst kennen lernen müssen. Es gibt Kälber, die nach einem Stromschlag die Flucht nach vorne antreten und dann entsprechend wieder auf die Weide zurückgebracht werden müssen. 

 

Weideeingänge im Frühjahr planen

Ist es möglich, den Weideeingang während der Vegetationsperiode zu verschieben, sollten die Überlegungen dazu bereits im Frühjahr stattfinden. Hier ist zu beachten, dass morastige und versumpfte Stellen verhindert werden müssen. Erlaubt ist eine vegetationsfreie Fläche von 0.5 m im Radius pro GVE. Um keine Probleme mit dem Gewässerschutz zu bekommen sollten Weideeingänge auch regelmässig frisch eingesät und dann entsprechend ausgezäunt werden.  

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