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Luftfeuchtigkeit im Stall beachten

Lernende der Höheren Fachschule für Agrotechnik haben letzte Woche einen erfolgreichen online Fachnachmittag zu den Themen «Labelentwicklung» und «Optimales Stallklima» in der Schweinehaltung organisiert.

Den online Fachnachmittag Schweinehaltung von letzter Woche haben drei angehenden Agrotechniker HF aus dem Kanton Luzern organisiert. Markus Buholzer, Martin Kneubühler und Roman Weber halten auf dem elterlichen Betrieb selber Schweine oder haben anderweitig bereits Erfahrung in der Schweinehaltung sammeln können. Die Referenten Urs Haslebacher (Suisseporcs), Niklaus Hofer (IP Suisse) und Markus Sax (Agroscope) lockten mit ihren lernreichen und spannenden Referaten über 85 Personen vor die Bildschirme. 

Wertesystem für Fleisch

Schweinehalter Urs Haslebacher zeigte die Entwicklung von Labelfleisch in der Schweiz auf. Er bezeichnete es als grossen Frust, wenn Labelfleisch nicht als solches mit Mehrpreis an die Konsumenten verkauft werden könne. Hier seien die Grossverteiler in der Pflicht, das von den Konsumenten gewünschte, tierfreundlich produzierte Fleisch auch mit der Vermarktung zu fördern. Gelinge das, hätten die Grossverteiler ihre Margen verdient. Aktuell erarbeitet Suisseporcs mit den Grossverteilern ein Wertesystem für Fleisch, sei es mit Sternen oder wie es Lidl bereits eingeführt hat, mit Ampeln.

Job gut machen

Niklaus Hofer stellte den Stellenwert der Schweinehaltung bei der IP Suisse vor. Die IP-Suisse-Schweinehalter bieten den Tieren mehr Platz, zudem sind Einstreu und Aussenställe Pflicht. Das Fleisch wird nicht immer mit dem Käfer-Logo verkauft, sondern auch beispielsweise unter den Namen TerraSuisse oder Naturel, was gemäss Niklaus Hofer weniger eine Rolle spiele, wichtig sei, dass die Produkte verkauft werden können. Dass die fleischlose Ernährung boomt, könne nicht geändert werden, «unsere Aufgabe ist es, unseren Job gut zu machen», sagte Niklaus Hofer.

Lüftung mehrmals überprüfen

Markus Sax von der Agroscope erklärte den grossen Einfluss des Stallklimas auf die Tiergesundheit. Dabei müsse nicht nur der Temperatur, sondern ebenso der Luftfeuchtigkeit im Stall eine hohe Beachtung geschenkt werden. «Kühlen allein nützt nichts», sagte Markus Sax. Die im Sommer warme oder sogar heisse Luft kann zwar eine hohe Menge Feuchtigkeit aufnehmen, jedoch ist die Sättigung durch die Ausdünstung der Schweine schnell erreicht. Das führt dazu, dass die Schweine durch die Atmung keine Feuchtigkeit und somit auch keine Wärme mehr an ihre Umgebung abgeben können. Die Schweine beginnen zu hecheln und es droht ein gefährlicher Hitzestress. Seine Empfehlung ist, die Lüftung mehrmals täglich zu überprüfen, weil Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Stall stark schwanken können. Deshalb müssen auch die Instrumente, welche für ein optimales Stallklima verantwortlich sind, auf diese wechselnden Gegebenheiten reagieren können. 

Text: Ursina Berger

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