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Weidebeginn nicht verpassen

Das Wichtigste bei einem Weidebestand ist eine dichte Grasnarbe, bestehend aus guten Futtergräsern, Weissklee und wenig Kräutern. Den Grundstein für diesen nachhaltigen, ertragreichen Zielbestand legt man im Frühling, mit einer gezielten Weidepflege und einem zeitigen Weidebeginn.

Massnahmen vor dem Vegetationsstart:

Die wichtigste Massnahme, die man vor dem Vegetationsstart machen muss, ist das Wiesenstriegeln. Dabei wird der Boden aufgekratzt allfällige Mäuse- oder Wildschweinschäden eingeebnet und gleichzeitig abgestorbenes Pflanzenmaterial Moos und flachwurzelnde Grasarten wie Gemeine Rispe ausgerissen. Ein aufgekratzter Pflanzenbestand lässt Handelsdünger, Gülle und gut verrotteter Mist viel schneller einwachsen, weil diese nicht mehr auf dem Altbestand liegen bleiben und dort eintrocknen. Zudem erwärmt sich der Boden einiges schneller. Das wiederum lässt die mineralisierenden Bakterien früher arbeiten mit dem Effekt, dass die ausgebrachten Düngerarten schneller wirken. Bei lückigen Beständen kann gegen Ende der Vegetationsruhe bereits die Übersaat ausgebracht werden. 

 

Massnahmen während dem Vegetationsstart

Wenn die Haupt-Weidegräser (Englisch Raigras, Wiesenrispe) mit dem Wachsen beginnen ist der Zeitpunkt für den Weidebeginn. Vor allem die Gräser profitieren davon, denn Gräser haben einen früheren Vegetationsstart als Kräuter und Klee. Mit dem Vertritt und dem kurzen Abfressen der frischen Triebe wird die Bestockung gefördert, die Gräser gehen in die Breite und unterdrücken somit die noch in der Winterruhe liegenden Kräuter- und Kleearten. Damit legt man den wichtigsten Grundstein für einen erfolgreichen Weidebestand. 

 

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