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Sind Heunetze die Lösung?

Um die Futteraufnahme zu verlangsamen, stehen verschiedene Slowfeedsysteme zur Verfügung. Ihre Verwendung ist zeitaufwändig und die Einflüsse auf den Zahnabrieb und die Kopfhaltung werden kontrovers diskutiert.

Ob klassisches Heunetz, Heutoy, Porta-Grazer oder Heukiste, das Angebot an Slowfeeding-Systemen für Pferde ist vielfältig und die Konsequenzen für die Pferdehaltung noch wenig erforscht. Dass sich die Fressdauer der Heuration je nach Maschen-/Lochgrösser mehr als verdoppelt, ist durch Untersuchungen belegt. Dabei entwickeln die Pferde unterschiedliche Fresstechniken: Einige ziehen die Halme oder Büschel mit den Zähnen heraus, andere verwenden die Oberlippe zum Herausdrücken des Futters oder reissen an den Maschen, damit Heu herausfällt, was den Verschleiss bei den Netzen beschleunigt und beim Einsatz von Gittern zu Zahnschäden führen kann.

Diese Systeme haben ihren Ursprung in der privaten Pferdehaltung. Entsprechend zeitraubend ist deren Einsatz. Bevor man sich für ein System entscheidet, lohnen sich folgende Überlegungen:

  • Welches System passt in den Arbeitsablauf?
  • Wer leistet den Mehraufwand bzw. wird dieser abgegolten?
  • Ist der Slowfeeder permanent verfügbar oder soll nur die längere Pause in der Nacht überbrückt werden?
  • Kann die Unfallgefahr minimiert werden?

Immer wieder werden Bedenken geäussert, dass sich Netze und Co. negativ auf den Zahnabrieb auswirken. Was im Einzelfall möglich ist, ist wissenschaftlich nicht belegt. Dies gilt auch für die Folgen auf die Muskulatur durch die schräge Kopfhaltung, zu welcher manche Slow-Feeder zwingen.

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