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Mit Brachen, Säumen und Blühstreifen gegen Läuse vorgehen

Dank milden Wintern sind Läuse zahlreich vertreten – zum Ärger von Landwirten, die ausgesaugte und verkrüppelte Kulturpflanzen auf den Feldern vorfinden. Blattlausfeinde wären also hochwillkommen! Mit einem Netz von Biodiversitätsförderflächen im Acker fördern sie Nützlinge effizient. Bis zu 80 % Reduktion von Blattläusen oder Getreidehähnchen war das Resultat.

Mit Biodiversitätsförderflächen gezielt Nützlinge fördern

Zu den Nützlingen gehören viele Insekten, die Blattläuse aussaugen, ihre Eier hineinlegen oder sie einfach so auffressen. Häufig brauchen diese Nützlinge aber nicht nur Blattläuse, sondern auch Pollen oder Nektar für einzelne Lebensabschnitte. Wenn diese fehlen, sind Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen & Co. zu spät und in zu kleiner Menge vor Ort. 

Mit BFF im Acker, wie z.B. Brachen, Säumen oder mit Nützlingsblühstreifen werden neben vielen Wildtieren auch Blattlausfeinde gefördert. Damit die Anlage gelingt und auch der Nutzen nicht ausbleibt, gibt es einige Tipps zu beachten: Vernässte, schattige oder mit Problemunkräutern belastete Standorte sind generell ungeeignet. Frühlingssaaten gelingen oft besser und dem Saatbett ist grösste Aufmerksamkeit zu schenken. Ausserdem bewegen sich viele Nützlinge maximal 50 - 80 m weit. Das bedeutet, dass ein Netz von Biodiversitätsförderflächen vorhanden sein muss, um Erfolge bei der Schädlingsbekämpfung zu erzielen. 

Forschungsresultate von Agroscope zeigen massive Reduktionen von Getreidehähnchen oder Blattläusen neben Nützlingsblühstreifen. Auch neben Buntbrachen wurden kleinere Blattschäden und demzufolge ein 10% höherer Getreideertrag festgestellt. Also durchaus eine Überlegung wert, der Biodiversität auch im Ackerbaugebiet auf die Sprünge zu helfen. 

Artenreiche Buntbrache
Buntbrache

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