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Gestelltes Bild: Maiswurzelbohrer-Ku00e4fer auf Narbenfu00e4den. Ihre Larven zerstu00f6ren Maiswurzeln. Durch eine geregelte Fruchtfolge wird dies verhindert. >
Die Fallen zur u00dcberwachung des Maiswurzelbohrers werden direkt an die Pflanze gehu00e4ngt. Sie bestehen aus einer Klebefalle und einem Duftstoff, der die Ku00e4fer anzieht.>

Maiswurzelbohrer – Funde 2021

Bereits im zweiten Jahr in Folge wurden im Kanton Zürich Maiswurzelbohrer in den Fallen entdeckt. Dies zieht ein erneutes Maisanbauverbot nach sich. Das Anbauverbot gilt jeweils für das nächste Anbaujahr.

Allgemein

Der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) ist ein bedeutender Maisschädling und gilt in der Schweiz als Quarantäneorganismus. Aus diesem Grund findet eine sehr enge Überwachung des Schädlings mit schweizweit rund 200 sogenannten Pheromonfallen statt. Neu werden die Fallenstandorte klar vom Bund vorgegeben. Auch im Kanton Zürich stehen 15 dieser Fallen, regelmässig in einem Gitterliniennetz über den Kanton verteilt. 

Regelmässige Verteilung der Fallenstandorte in einem Gitternetz über die ganze Schweiz. Alle Punkte über 1200 m.ü.M. sind nicht eingezeichnet, da in dieser Höhe in der Regel kein Mais mehr angebaut wird.
Regelmässige Verteilung der Fallenstandorte in einem Gitterliniennetz über die ganze Schweiz. Alle Punkte über 1200 M.ü.M. sind nicht eingezeichnet, da in dieser Höhe in der Regel kein Mais mehr angebaut wird.

 

Bekämpfung

Da der Maiswurzelbohrer gemäss eidgenössischer Pflanzengesundheitsverordnung als Quarantäneschädling gilt, ist dessen Bekämpfung in der Schweiz obligatorisch. Werden Käfer in einer Falle gefangen, wird um den Befallsherd herum ein Kreis mit einem Radius von 10 km gezogen. In dieser sogenannten abgegrenzten Zone darf auf Parzellen, auf denen im Jahr 2021 Mais angebaut wurde, im Jahr 2022 kein Mais angebaut werden. So wird der Lebenszyklus des Maiswurzelbohrers, der sich ausschliesslich von Maiswurzeln ernähren kann, unterbrochen und der Schädling wird erfolgreich bekämpft. Im Jahr 2023 darf auf den Parzellen wieder wie gewohnt Mais angebaut werden. Achtung! Eine intensive Bodenbearbeitung bekämpft den Maiswurzelbohrer nicht! Ausserdem ist zu beachten, dass das Maisanbauverbot für das gesamte Jahr 2022 gilt, auch wenn der Mais nicht als Hauptkultur gemeldet ist und z.B. noch spät nach Gerste folgt.

Funde im Jahr 2021

Dieses Jahr wurden in den Gemeinden Regensdorf, Wallisellen und Wülflingen-Winterthur adulte Maiswurzelbohrer gefangen. Ausserdem sind abermals Zürcher Landwirte von den Fallenfängen in Oberrohrdorf im Kanton Aargau betroffen. Am 13.9.2021 wurde in Wollerau SZ ein neuer Fund bestätigt, der Auswirkungen auf den Kanton Zürich hat. 

Welche Parzellen genau betroffen sind, können Sie unter folgendem Link zum GIS Browser herausfinden. 

Maiswurzelbohrer
Gestelltes Bild: Maiswurzelbohrer-Käfer auf Narbenfäden. Ihre Larven zerstören Maiswurzeln. Durch eine geregelte Fruchtfolge wird dies verhindert.

Verfügung

Sollten sich Parzellen in der abgegrenzten Zone befinden, muss zwingend die Verfügung für Regensdorf, Wallisellen, Winterthur-Wülflingen und Oberrohrdorf sowie die Verfügung für Wollerau beachtet werden. Beide sind rechtlich gültig. Wer sich nicht an das Verbot hält muss mit einer Anzeige sowie Direktzahlungskürzungen rechnen. 

Weitere Informationen

Detailliertere Informationen zum Maiswurzelbohrer finden Sie sowohl auf unserer Internetseite Maiswurzelbohrer - eine Übersicht. Wie die Situation schweizweit aussieht sowie weitere Informationen und Merkblätter finden Sie unter dem Link der Agroscope.