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Strickhof auf Social Media

Andreas Ru00fcsch und Daniel Von Ballmoos beim Aufnehmen einer Videosequenz. Andreas Ru00fcsch versichert im Interview, dass trotz der Attraktivitu00e4t von Fachvideos Flurbegehungen weiterhin stattfinden werden, weil die Gespru00e4che mit und unter den Landwirten sehr wertvoll und durch nichts zu ersetzen seien.>

«Fachvideos kommen sehr gut an»

Fachvideos kommen in der landwirtschaftlichen Beratung immer öfter zum Einsatz. Andreas Rüsch hat im Jahr 2020 für die Kartoffelproduzenten solche Beiträge produziert. Er berichtet im Interview über seine Erfahrungen.

Andreas Rüsch, aus welchem Grund haben Sie Fachvideos über den Kartoffelanbau und die Kartoffelversuche vom Strickhof gemacht?

Andreas Rüsch: Schon länger wollte ich die Kartoffelproduzenten regelmässig mit Videofilmen über die Kartoffelversuche und über die aktuelle Situation in den Kartoffelkulturen informieren. Aufgrund von Corona wurde das Thema Videofilme aktueller denn je. Ich empfinde sie als geeignete Alternative zu einem Newsletter, weil es attraktiver ist, einen Film zu schauen als einen Fachtext zu lesen.

Wie sind die Videos bei den Landwirten angekommen?

Die Videofilme kamen sehr gut an. Anders als bei Zeitungsberichten habe ich Rückmeldungen und Fragen erhalten. Man erreicht mehr Interessierte als nur über geschriebene Infos bzw. Printmedien. Vermutlich haben einige Landwirte die Videofilme auf dem Feld angeschaut und die Fragen gleich aus dem Kartoffelfeld gestellt.

Wie haben Sie die Videofilme an die Landwirte gebracht?

Meinem Kundenstamm mit Kartoffelprofis habe ich den Youtube-Link jeweils per Mail geschickt. Zudem wurden die Filme über die Strickhof-Webseite, Facebook und Instagram verbreitet.

Wie aufwendig ist es, solche Videofilme zu produzieren?

Es braucht ein Drehbuch oder zumindest ein gedankliches Konzept zu Ablauf und Inhalt. Danach wird gefilmt in Form einzelner Szenen. Am Schluss kommt die zeitintensive Produktionsphase. Dabei werden die gefilmten Sequenzen geschnitten und zusammengefügt, Bilder eingefügt und der Film schliesslich mit einem Intro und Outro ergänzt. Das Produzieren hat Daniel von Ballmoos für mich übernommen; er ist in dieser Arbeit routiniert, interessiert und kennt sich im Kartoffelbau aus. Es ist von grossem Vorteil, wenn der Videofilm von jemandem geschnitten wird, der etwas von der Materie versteht. 

Der Aufwand darf nicht unterschätzt werden. Ein Newsletter kann sicher mit weniger Aufwand produziert werden. Aber Videofilme sind bestimmt wirkungsvoller, ansonsten würden wir diesen Aufwand nicht auf uns nehmen.

Welche Hilfsmittel haben Sie zum Filmen verwendet?

Ich habe mit einem DIJ Osmo Pocket gearbeitet, das ist eine hochauflösende Minikamera mit automatischer Bildstabilisierung. Auch ein Smartphone mit Gimbal kam als nützliches Hilfsmittel zum Einsatz. Zudem habe ich ein Richtmikrophon benützt, das gegen den Sprecher gerichtet werden kann. Ein aufgesetzter Pelz hat die Störgeräusche herausgefiltert. Mehr Hardware braucht es eigentlich nicht.

Mit welchen Herausforderungen muss man bei der Produktion rechnen?

Die Videofilme sollten kurz und knackig sein, das ist gar nicht so einfach. In eine Kamera zu sprechen ist anders als vor Zuschauern zu stehen. Wenn ich vor Landwirten rede, komme ich viel leichter ins «Element» als vor einer Kamera Ich habe jeweils kurze Sequenzen aufgenommen, so dass ich den Inhalt ohne schriftliche Vorlage erläutern konnte.

Welche Erfahrungen möchten Sie weitergeben?

Ich möchte die landwirtschaftlichen Berater ermuntern, das Produzieren solcher Videofilme auszuprobieren. Die Filme müssen nicht von höchster Professionalität sein, weshalb auch kein riesiger Aufwand betrieben werden muss. Videofilme eignen sich aber nicht für alles. Für die Publikation der Resultate und Auswertungen der Kartoffelversuche habe ich einen Bericht verfasst, weil ein geschriebener Beitrag mit Grafiken und Tabellen besser strukturiert und übersichtlicher gestaltet werden kann.

Welche Bedeutung werden Fachvideos in Zukunft haben?

Videofilme haben eine zunehmende Bedeutung. Weil die Informationsflut so gross ist, wird das konsumiert, was am attraktivsten und am einfachsten zu konsumieren ist. Flurbegehungen werden aber weiterhin stattfinden; die Gespräche mit den Landwirten sind sehr wertvoll und bereichernd und durch nichts ersetzbar.

Interview: Ursina Berger

 

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