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Anzucht von Setzlingen>

Eigene Anzucht oder Setzlinge kaufen

Die Frage ob man selber Setzlinge anziehen oder diese kaufen soll, wird oft gestellt. Leider gibt es auf diese Frage keine allgemein gültige Antwort. Je nachdem, wie gut sie eingerichtet sind und wie ihre Einstellung zum Garten ist, fällt die Antwort anders aus.

Einrichtungen

Um eine qualitativ gute Setzlingsanzucht zu gewährleisten, reicht ein helles Fensterbrett nicht aus. Es ist zwar ein guter Ort für den Keimvorgang, das heisst bis die Pflanzen pikiert werden, danach aber braucht der Setzling Bedingungen, wie wir sie in unseren Wohnräumen nicht bieten können; nämlich sehr hell und kühl (im Durchschnitt 12 – 18 °C). Um diese Bedingungen bieten zu können, braucht es einen Wintergarten, ein Treibhaus oder einen Frühbeetkasten. Falls sie auch Pflanzen selber anziehen wollen, die empfindlich sind auf kalte Temperaturen (Tomaten Gurken, Zucchetti aber auch Sellerie, Fenchel und einige Kohlarten), muss diese Einrichtung auch beheizbar sein. Alles in allem ein rechter Aufwand, der sich nur lohnt, wenn man den Garten weit oben auf der Hobbyliste hat. Für das aussäen und pikieren müssen sie sich noch zusätzlich einen Arbeitsplatz einrichten, der schmutz- und nässeunempfindlich ist. Darüber hinaus ist der Materialaufwand für die Anzucht relativ gering. Sie brauchen geeignete Gefässe zum aussäen und pikieren (Wasserabzug muss gewährleistet sein), eine gute Anzuchterde sowie den Samen. Bei der Anzuchterde ist es wichtig, dass sie frei von Unkrautsamen und Krankheiten ist. Da dies beim eigenen Kompost nicht immer gewährleistet ist, empfiehlt es sich, die Erde zu kaufen. 

Setzlinge
Anzucht von Setzlingen

Vorteile einer eigenen Setzlingsanzucht 

  • Wenn man beim Gärtner einen Setzling kauft, hat man meistens keine Informationen und wenig Auswahl was die Sorten anbelangt. Beim Kauf von Samen kann man dagegen zwischen verschiedenen Sorten auswählen und so diejenige kaufen, welche einem am besten zusagt. Kriterien, die dabei eine Rolle spielen, sind: Resistenzen oder Toleranzen gegen Krankheiten und ev. Schädlinge, biologischer Samen oder nicht und Form und Grösse des Ernteprodukts.
  • Das Sortiment in den meisten Gartencentern und vor allem bei den Grossverteilern ist bei den Setzlingen relativ klein. Beim Samen ist die Auswahl grösser und man findet auch spezielle Gemüse oder Raritäten.
  • Wenn es ums Setzen geht, haben sie ihre eigenen Setzlinge jederzeit zur Hand und müssen nicht zuerst Setzlinge einkaufen. Sie können vor allem auch den Setzling zum optimalen Zeitpunkt setzen, das heisst: nicht zu gross und nicht zu klein.
  • Sie haben die Möglichkeit die Setzlinge genügend abzuhärten, das heisst: sie langsam an die Bedingungen im Freien zu gewöhnen. Häufig stehen die gekauften Setzlinge bis zum Verkauf an einem geschützten Ort und haben dann Mühe, sich an das raue Klima im Freien zu gewöhnen.
  • Der Gärtnerstolz ist mit eigenen Setzlingen sicher grösser und auch die Freude beim Ernten.
  • Sollten sie viele einjährige Blumen für Rabatten benötigen, lohnt sich eine Setzlingsanzucht. Die Preise für diese Setzlinge sind um einiges höher als für Gemüsesetzlinge.

 

Nachteile einer eigenen Setzlingsanzucht 

  • Wenn keine geeigneten Einrichtungen vorhanden sind, ist es sehr schwierig eine befriedigende Qualität zu erreichen.
  • Wenn sie die Investitionen für die nötigen Einrichtungen (Gewächshaus, Frühbeetkasten etc.) und ihre Arbeitszeit einrechnen, ist die Setzlingsanzucht nicht rentabel. Die Kosten (vor allem die Arbeitszeit) müsste unter Hobby abgebucht werden.
  • Das Anziehen von Setzlingen braucht Zeit. Lässt die Terminplanung ihnen wenig Zeit für den Garten, macht es sicher keinen Sinn, selber Setzlinge zu produzieren.

 

Empfehlung 

Für einige Gemüsearten, die gewöhnlich direkt ins Freiland gesät werden, lohnt sich der Aufwand einer eigenen Anzucht. Im kalten Boden ausgelegte Bohnensamen keimen bei kühler Maiwitterung nur zögerlich. Je länger die Samen liegen, desto anfälliger werden sie für Krankheiten und Fliegenmaden. Deutlich bessere Startchancen besitzen dagegen Bohnen, die man als Jungpflanzen Mitte bis Ende Mai ins Beet setzt, nachdem sie etwa vier Wochen lang geschützt angezogen wurden. Für Zuckermais, Gurken und Zucchetti trifft dies ebenso zu. Sie sehen es gibt gute Gründe für und gute gegen eine eigene Setzlingsanzucht. Die Entscheidung liegt nun bei ihnen. 

Samen richtig lagern 

Viele Hobbygärtner brauchen nicht sehr viele Setzlinge von einer Sorte. Daher bleiben Ende Saison oft noch Samen übrig. Auf den Samentüten ist ein Ablaufdatum angegeben. Bis zu diesem Datum können sie sicher sein, dass der Samen noch keimfähig ist, sofern er richtig gelagert wurde. Optimale Bedingungen zum lagern sind: 

  • kühle (ca.15 Grad), konstante Temperaturen
  • niedrige Luftfeuchtigkeit
  • nicht in einem Gartenhäuschen oder in einer Kiste im Freien
  • am besten ist ein Schrank im Haus (auch bei etwas höherer Temperatur)

 

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