Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera)

02.09.2019

Der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) kann im Mais grosse Schäden verursachen. Obwohl in der Schweiz im ÖLN eine geregelte Fruchtfolge vorgeschrieben ist und diese den Käfer gut an seiner Ausbreitung hindert, hält der Bund den Quarantänestatus dieses Schädlings aufrecht (Pflanzenschutzverordnung). Der Bund schreibt in der Richtlinie Nr.6 vom 16.7.2019 zudem vor, wie bei einem positiven Fallenfund vorgegangen werden muss.  

Auch in diesem Jahr müssen die Kantone Pheromonfallen aufstellen, um ihr Gebiet auf das Vorhandensein von Maiswurzelbohrern zu überwachen. Sobald ein Käfer in einer Falle entdeckt wird, muss rund um den Fallenstandort eine abgegrenzte Zone mit einem Radius von 10 km ausgeschieden werden. In diesem Gebiet gilt, dass auf Parzellen, auf denen im Jahr 2019 Mais stand, im Jahr 2020 kein Mais stehen darf.  

Im Kanton Zürich wurden bisher in den 12 Fallen keine Maiswurzelbohrer festgestellt. Anders sieht dies in den umliegenden Kantonen aus. Sowohl im Kanton Aargau, St.Gallen sowie Schwyz wurden Maiswurzelbohrer entdeckt. Dabei ist der Fallenfang im Kanton Schwyz, in Wangen so nahe an unserer Kantonsgrenze, dass leider auch Zürcher Landwirtschaftsbetriebe von der abgegrenzten Zone (10 km Radius ab Wangen SZ) betroffen sind. Für diese gilt: Befindet sich auf einer Ihrer Parzellen in der abgegrenzten Zone (siehe Karte) Mais, ist es Ihnen nicht gestattet, im Jahr 2020 auf der gleichen Parzelle nochmals Mais anzubauen (kein Mais nach Mais im abgegrenzten Gebiet). Alle betroffenen Landwirte haben per Post ein Schreiben mit der Verfügung erhalten. Das nicht befolgen der Auflagen der Verfügung (kein Mais auf Mais) hat Kürzungen der Direktzahlungen zur Folge. Für Fragen steht ihnen die Fachstelle Pflanzenschutz gerne zur Verfügung: Telefon Zentrale 058 105 98 00



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