Ein Fest für den stolzen Nachwuchs

16.07.2019

Oliver Wegmüller, Bereichsleiter Tierberufe am Strickhof, konnte eine voll besetzte Turnhalle mit Absolventinnen und Absolventen sowie Gästen begrüssen. Die Feier wurde vom Schweizerischen Verband für Bildung in Tierpflege (SVBT) organisiert, weshalb die frisch gebackenen Tierpflegerinnen und Tierpflegern vom Strickhof und der Berufsfachschule Olten eingeladen waren. Zur Einstimmung der Feier wagten sich die Lernenden des zweiten Lehrjahres auf die Bühne und gaben zur Ehre ihrer erfolgreichen Kolleginnen und Kollegen ihre rhythmischen Fähigkeiten mit einer Tanzvorführung zum Besten.

Aufgaben der Tierpfleger

Alex Rübel, Direktor Zoo Zürich, zeigte in seinem enthusiastischen Referat auf, über welch vielfältige Fähigkeiten Tierpfleger verfügen müssen. Beispielweise seien kommunikative Fähigkeiten ganz entscheidend, wenn man im Zoo arbeiten möchte. Die Besucher wollen über die Tiere und deren Verhaltensweisen aufgeklärt werden. Auch müssen Tierpfleger regelmässig mit den Tieren trainieren, damit ihnen auch mal in den Mund geschaut oder Blut abgenommen werden kann. Die Tierpfleger bieten den Besuchern ganz besondere Erlebnisse, wie beispielsweise einen Pinguinenmarsch im Schnee. Das oberste Ziel des Zoo Zürich sei aber die Arterhaltung und der Lebensraumschutz für Tiere. Als Beispiel nannte Rübel die Wiederansiedlung des Storches.

Nicht perfekt

Strickhof-Direktor Ueli Voegeli beschrieb in seiner Rede mit einem Augenzwinkern das Verhalten eines perfekten Berufsfachschülers: leistungswillig, neugierig, kooperativ, begeistert und vieles mehr…. Er zeigte auf, dass solch perfekte Lernende eine Illusion sind und in der Realität eher mal faule Lernende die Schulbank drückten. Wobei dies heute nicht mehr als faul sondern als «situativ demotiviert» bezeichnet werde. Aber auch von Lehrpersonen könne Perfektion nicht erwartet werden, ebenso sei das Berufsleben nicht immer ideal. «Es kann nicht immer nur Spass machen», gab Ueli Voegeli als weisen Rat den jungen Berufsleuten mit auf den Weg.

Die Besten

Pro Fachrichtung wurden die besten Absolventen mit einem Geldpreis von 200 Franken prämiert. Das Fähigkeitszeugnis haben sie bereits von den diversen kantonalen Berufsschulämtern erhalten. Chefexperte Ivan Schmid vom SVBT, Strickhof-Direktor Ueli Voegeli und der Rektor der Berufsfachschule Olten, Thomas Schneider, gratulierten den anwesenden Lernenden und überreichten das Gratulationsschreiben des SVBT. Gewonnen haben:

Simona Savoldelli aus Savognin GR mit der Note 5.57 als beste Heimtierpflegerin.

Michelle Grütter aus Frick AG mit der Note 5.53 als beste Versuchstierpflegerin.

Manuel Bachmann aus Wolfhausen mit der Note 5.53 als bester Wildtierpfleger.

Vor dem feinen Apéro und Mittagessen aus der Strickhofküche zeigten zwei Personen vom Verein Tierrettung Schaffhausen/Thurgau bei einer Vorführung auf, wie sie Hunde aus dem Auto retten, wenn diese trotz Hitze alleine im Auto gelassen werden. Es überraschte zu hören, wie oft die Tierretter im Sommer ausrücken müssen, obwohl überall bekannt sein sollte, dass bei warmem Wetter keine Tiere im Auto gelassen werden sollten.



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