Lernende feiern BMS-Abschluss

04.07.2019
Geschafft! 10 Personen haben die BMS berufsbegleitend, 15 lehrbegleitend und 17 Vollzeit absolviert.

Vom Bäcker über die Kauffrau bis hin zum Gärtner: Insgesamt 17 verschiedene Berufsrichtungen vereinten die 42 Berufsmaturandinnen und –maturanden, die am 3. Juli 2019 am Strickhof in Lindau ihr BMS-Zeugnis in Empfang nehmen durften. Sie alle verband: Das Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie, Chemie und Physik. Deshalb haben sie am Strickhof die BMS Natur, Landschaft und Lebensmittel absolviert. 17 Lernende besuchten die Lehrgänge Vollzeit, 10 berufsbegleitend und 15 lehrbegleitend. «Theorie bildet den Hauptbestandteil der Ausbildung. Wir versuchen aber so oft wie möglich, die Brücke zur Praxis zu schlagen», sagte Corinne Maurer, Leiterin BMS am Strickhof, an der Schlussfeier.

Interdisziplinär und vernetzt

Regierungsrat Martin Neukom betonte, dass die BMS Natur, Landschaft und Lebensmittel Themen behandle, die zu den zentralsten unserer Zeit gehörten. Früher sei es darum gegangen, mit Technologien die Natur unter Kontrolle zu bringen. Heute gehe es darum, die Natur zu schützen. Er erinnerte an die schrumpfende Biodiversität und den Verlust von Kulturland. Die Rolle der Wissenschaft sei im Zeitalter von «Fake News» wichtiger denn je, erklärte der Baudirektor.

Die BMS sei – gemessen an der Anzahl Lernenden – klein, mit ihrem naturwissenschaftlichen Profil sei sie aber umso exklusiver, sagte Strickhof-Direktor Ueli Voegeli. Interdisziplinarität und Vernetzung seien Alleinstellungsmerkmale des Strickhofs. «Bleiben sie lernwillig und fasziniert von ihrem Beruf, bleiben sie begeistert, in allem, was sie anpacken», sagte Ueli Voegeli zu den Absolventinnen und Absolventen.

Vom Gemüsegärtner zum Doktor

Von der Lehre als Gemüsegärtner über die BMS bis zum Doktor in Biologie: Philippe Fuchs hat vor neun Jahren sein Berufsmaturitäts-Zeugnis am Strickhof erhalten und danach in Deutschland studiert und doktoriert. An der Abschlussfeier blickte er als Gastredner auf seinen Werdegang zurück und machte den frisch gebackenen Berufsmaturandinnen und –maturanden Mut für die nächste berufliche Etappe. «Nehmt eure Neugierde und euren Enthusiasmus mit, sie können euch noch viele Türen öffnen und viel Freude bereiten.» Der Antrieb, über den Tellerrand hinauszuschauen, Eigeninitiative zu ergreifen und sich neuen Herausforderungen zu stellen – das zeichne die BMS-Absolventinnen und -Absolventen aus, betonte Philippe Fuchs.

Am Schluss der Feier richteten BMS-Absolventinnen und –Absolventen das Wort an das Publikum. Luc Häberli betonte etwa, dass die BMS eine riesige Chance sei – für alle, die neugierig seien, die mehr erfahren und sich weiterentwickeln möchten. Die BMS fungiere als Brücke zwischen Theorie und Praxis – einer der grossen Trümpfe der BMS.



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