Pflanzenschutz aktuell Feldbau 3. Juli

03.07.2019

Feldkontrollen

Ein erster Fall mit Distelfalter im Soja. Cerco in Zuckerrüben in frühen Auenlagen gefunden. Mittlere und späte Lagen Cercokontrolle am Feldrand. Gelbe Rapsschoten am Feldrand und selbständige Besichtigung der Weizensorten am Strickhof Lindau

Soja

Distelfalter
In diesem Jahr treten vereinzelt wieder Distelfalter im Soja auf. Der Grund dafür sind die starken Saharawinde, die die Falter von Afrika zu uns tragen. Normalerweise fliegt der Falter von Afrika bis nach Schweden. Die Alpen bilden dabei oft eine natürliche Barriere. Wenn nun aber starke Winde aus Afrika wehen, lassen sich die Falter ganz einfach per Wind über die Alpen transportieren. Die Bestände sollten jetzt kontrolliert werden. Die Raupen sind 2-4cm lang. Man erkennt sie an der grau bis schwarzen Farbe und an den gelben Punkten bzw. Borsten auf ihrem Rücken. Die Schadschwelle liegt bei 20 Raupen pro Laufmeter bzw. 1 bis 2 Herden pro Are. Eingesetzt werden können ausschliesslich die Mittel Aligator, Decis Protech, Deltaphar 25 EC, Deltamethrin sowie Fury 10 EW. Alle Mittel benötigen eine Sonderbewilligung.

Zuckerrüben

Cerco
Letzte Woche konnten wir erste sporulierende Flecken im Thurtal und im Flaacherfeld nachweisen. In allen anderen, späteren Gebieten (Marthalerfeld, Hettlingen, Glattfelden etc.) wurden noch keine Flecken mit Sporen nachgewiesen. Erfahrungsgemäss treten sporulierende Flecken in diesen Gebieten erst ca. 10 Tage später auf. Kontrollen sind angesagt.

Raps

Gummiartige Schoten
Im Raps fallen teilweise wieder viele gelbe, gummiartige Schoten auf. Dies ist eine Folge von Befall mit Schotenrüsslern, oft verbunden mit Besiedlung durch Schotengallmücken. Meist tritt der Befall nur auf den äussersten Metern (Rand) stark auf. Eine Bekämpfung vor der Blüte ist zu früh und wirkungsvolle Insektizide fehlen.

Sortenversuche und Weizen Junior-Cup

Besichtigen Sie jetzt die Weizen-Sortenpräsentationen
Noch während etwa einer Woche, bis zur beginnenden Abreife, sind in unseren Weizensortenversuchen und im Weizen Junior-Cup extreme Krankheits- und Verkürzungsunterschiede sichtbar. Während der Schossphase und dem Schieben des Fahnenblattes war der Septoriadruck hoch. In den letzten Wochen wurden anfällige Sorten stark mit Braunrost befallen. Der Strickhof führt vor den Sommerferien keinen Besichtigungsanlass durch. Wir empfehlen ihnen aber, selbständig die Sorten anzuschauen und untereinander zu vergleichen. Die verschiedenen Sorten und Verfahren sind selbsterklärend beschriftet. Es gibt immer ein Extenso- und ein intensives Verfahren. Die Versuche befinden sich an der Brüttenerstrasse von der Autobahn (oder Lindengüetli/Schützenhaus) her Richtung Strickhof Lindau auf der rechten Seite. Strassenseitig finden Sie die Sortenversuche, weiter östlich Richtung Biogasanlage der Weizen Juniorcup. Parkieren kann man auf dem Schützenhausparkplatz.

Autoren: Fachstelle Pflanzenschutz



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