Käseherstellung, gar nicht so einfach...

28.06.2019

In der ersten Husi-Woche machten wir am Mittwoch bei schönstem Sommerwetter eine Exkursion zu einer Schaukäserei. Die Wanderung dauerte nicht lange und der Weg war nicht schwierig, auch wenn wir einige Hindernisse, wie eine noch mit Schnee bedeckte Piste, überqueren mussten. Da kann man sich natürlich denken, dass wir eine Schneeballschlacht begonnen haben…

Dann kamen wir aber auch schon an unserem Ziel an: Die Alpkäserei Parpan, wo uns Karl Brandenburger, der uns durch den Betrieb führte, freundlich empfing. Im Hintergrund waren die Kuhglocken zu hören, während Karl uns etwas über das Melken der Kühe erzählte. Dabei erfuhren wir spannende Informationen, wie z. B., dass aus 100 kg Gras, das eine Kuh frisst, 20 Liter Milch entstehen. Wir durften zuschauen wie die Melker den Kühen Desinfektionsmittel an die Euter strichen, die Milch auf Krankheiten prüfte und wie die Melkmaschine die Milch aufsog.
Herr Brandenburger bot uns dann ein frisches Waldbeerenjoghurt zum Kosten an, welches sehr lecker schmeckte. Er zeigte uns einen Plastik-Euter, an dem wir das Melken ausprobieren durften. Es war gar nicht so einfach!

Bei der Käseherstellung wird die Milch im grossem «Kupferkessi» erhitzt und das Lab beigegeben. Durch Rühren mit der Käseharfe entsteht der Bruch (Hüttenkäse), woraus später der Käse hergestellt wird. Die abgeschiedene Flüssigkeit ist die Molke, welche auch für die Produktion von Rivella benötigt wird. Um den Käse in seine schlussendliche Form zu bringen, wird er mit 80 kg Luftdruck in runde Formen gepresst. Danach kommt der Käse in ein vierundzwanzigstündiges Salzbad und später in den Käsekeller, wo der Käse über längere Zeit gelagert wird (1-5 Jahre). Der Plantahof liefert die Käse auch ausserhalb des Kantons, z. B. in die Käseabteilung von Jelmoli. Im Durchschnitt verarbeitet die Alpkäserei 280’000 Liter Milch im Jahr. Sie führen ausserdem einen Selbstbedingungshofladen, mit dem sie im Jahr ca. 80’000 Franken verdienen. Es war sehr spannend zu erfahren, dass in dem Selbstbedienungs-Kühlschrank wenig gestohlen wird.

Schlussendlich wurden wir in ein Arvenstübli geführt, wo auch schon vier Tische mit Käse, Fleisch, Brot, Molke und Milch für uns gedeckt waren. Während wir einen Film über die Käseherstellung schauten, probierten wir von allen Speisen und es hat uns sehr geschmeckt. Besonders aber der «Parpaner Alpkäse» vom letzten Jahr. Als wir uns dann wieder auf den Nachhauseweg machten, war alles aufgegessen.

Klasse U2e, KZN: Sonja Martin, Sarah Ruckstuhl



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