Nachhaltiger Gin produziert

09.05.2019

Vier Lernende der BMS setzten sich zum Ziel, einen Gin aus regionalen Zutaten zu kreieren.

Bei ihrer BMS-Arbeit beschäftigten sich Ricardo Matiz, Michèle Pfister, Tirza Bauer und Diego Schwerzmann mit einer «Schnapsidee». Sie wollten einen Gin mit Zutaten aus der Region und somit ein nachhaltiges Produkt herstellen. «Wir haben deshalb Zutaten ausgewählt, die im Kanton Zürich produziert werden können», sagt Ricardo Matiz. Nur wenige, nämlich 15 Prozent der Produkte können im Inland nicht angebaut und müssen deshalb importiert werden. Der Zeitpunkt der BMS-Arbeit erschwerte ihnen aber die Umsetzung ihres Konzepts: Im Winter sind frische Produkte wie zum Beispiel Hagebutten oder Gänseblumen in der Schweiz nicht erhältlich.

Fruchtig und blumig

Doch das Resultat lässt sich sehen und geniessen: 75 Gin-Flaschen à 7 dl, versehen mit einer eleganten Etikette auf der die Hauptzutaten von Tirza Bauer handgezeichnet abgebildet sind, entstanden. «Noch nicht perfekt, aber für den ersten Versuch sehr akzeptabel», beurteilen die vier Lernenden ihre Urproduktion. Das genaue Rezept wollen sie nicht verraten. Ziel des Dufts war eine sehr fruchtige und blumige Note und beim Trinken ein würziger und intensiver Geschmack. Die Degustation war erfreulich, jedoch sei der Gin als etwas zu fruchtig beurteilt worden, mit vorherrschendem Obstbrand. Denn Grundkomponente ist ein Kernobstbrand, aus den Resten der Mostproduktion hergestellt. Gewürzt wurde der Gin hauptsächlich mit Wacholder, weiter geben Kardamom und Koriander ihre Würze. Dazu einige blumige Komponenten wie Kamillen und Gänseblumen, eine Zitrusnote von Zitronenmelissen und Orangen.

Einen Gin mit Zutaten aus der Region zu produzieren, mache nicht nur aufgrund der CO2-Bilanz Sinn, sondern «der Gin lässt sich so auch besser vermarkten», sagt Michèle Pfister, für das Marketing zuständig. Der Name «Ginsider» ist eine dreifache Wortkomposition aus «Gin», «Cider» (aus Äpfeln) und «inside» (aus der Region). Die nächste Idee wäre nun, die Zutaten am Strickhof anzubauen. Da der Strickhof das Konzept weiterführt, ist es ihm überlassen, wie es mit der Gin-Produktion weitergeht.

 



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