Pflanzenschutz aktuell Feldbau 8. Mai

09.05.2019

In Weizen findet man Mehltau und Septoria, aber keinen Rost. Hähnchen hat es einige, die Eier Mortalität ist bei Kälte/Nässe aber sehr hoch. Wintergerste ist im DC 51. Rüben bräuchten wärmeres Wetter. Schneckenkontrolle im Mais.

Winterweizen

Krankheitssituation
Je nach Sorte und Anfälligkeit findet man jetzt im Weizen echten Mehltau und/oder Septoria-Flecken. Braun- oder Gelbrostpusteln wurden keine gesichtet. Die weissen Mehltaupolster sind vor allem am Stängelgrund, vereinzelt auf den Blättern zu finden (BKS: 30% befallene Blätter). Septoria ist je nach Sorte nur auf unteren Blättern (nicht anfällige Sorte) oder bereits auf dem 2. oder 3. obersten Blatt zu finden (anfällige). Die unteren Blätter zeigen die typischen Septoria Flecken, weiter oben befindliche Blätter haben zuerst aufgehellte Punkte, dann später gelbe-dürre Blattspitzen. Sobald das Fahnenblatt ganz entfaltet ist, steht die Bekämpfungsschwellen-Auszählung an. Diese ist überschritten, wenn 20% Befall ausgezählt wird. Zählung: vom Fahnenblatt nach unten, nur das 4. oberste Blatt (F-3) zählen.

Hähnchen
Heute Mittwoch hatte es in unseren Weizenversuchen zahlreiche Hähnchen (Adulte) und bereits erste Eiablagen. Ältere Eiablagen findet man auch, diese Eier sind aber wegen der Kälte und dem Regen kaputtgegangen. Die angesagten Niederschläge verbunden mit dem Temperatur Rückgang wird die Sterblichkeit der frisch abgelegten Eier erneut stark erhöhen.

Wintergerste

Eine Zunahme der Netzflecken wird beobachtet und Sprenkelnekrosen werden durch sonniges, strahlenreiches Wetter nach Regen gefördert. Der Einsatz eines Fungizides ist bis ins Stadium DC 51 (Grannenspitzen sichtbar) möglich.

Rüben

Die Erdflöhe hielten auch uns auf Trab. Ab 4-Blattstadium oder auch bei kühlem, nassem Wetter  schaden die Flöhe eigentlich nicht mehr. Ab Mitte Mai legen die Weibchen Eier ab. Die Larven fressen je nach Art an Wurzeln oder minieren in Blättern. Die Larven verursachen laut Literatur keine wirtschaftlichen Schäden.

Mais

Erste Maisfelder wurden gesät, die Körner keimten. Nun gilt es die Schnecken zu überwachen. Legen Sie aus diesem Grund ein bis zwei Schneckenfallen an. Eine präventive Flächenbehandlung wäre nicht im Sinn des ÖLN.

Autoren: Markus Hochstrasser & Georg Feichtinger



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