Das SOLA-Team des Strickhofs läuft und läuft und läuft .....

08.05.2019

Was bedeutet es, wenn sich am frühen Morgen 1000 Frauen im Wald treffen und sich dicht gedrängt nach Anweisung eines Mannes bewegen? Ist es das Treffen von Esoterischen Sonnenanbeterinnen mit ihrem Guru? Nein, alle haben eine Startnummer und synthetische Kleider an. Passt nicht zu Guru und so. Natürlich! Es ist wieder SOLA- Samstag. Die Startläuferinnen der 1000 teilnehmenden Teams stehen bereit um das erste der 14 Teilstücke zu absolvieren. Jawoll, auch der Strickhof ist wieder mit Strickhof äs Team dabei.

Meenu Bhati von der ETH hat für unser Team „Strickhof äs Team“ die Startstrecke übernommen und schwimmt im Sog der anderen 999 Frauen vom Bucheggplatz Richtung  Hönggerberg. Die Übergabe an Vladimir Milojevic klappt reibungslos, was auch nicht erstaunt, übergibt doch eine ETH-Läuferin an einen ETH-Läufer. Vladimir läuft konzentriert los, reagiert aber blitzschnell auf die Aufmunterungsrufe mit fröhlich entspanntem Lächeln und Winken. Ein Zeichen dafür, dass er auch um 8:00 Uhr morgens hellwach ist. Sibylle Joller wird von ihrer Familie an den Start begleitet. Anscheinend eine gute Taktik für schnelle Zeiten. Hält sie sich doch in dem von Männern dominierten Teilstück auf den Üetliberg in der vorderen Feldhälfte. Oben erwartet sie Andi Klöppel, wie jedes Jahr motiviert bis hinter beide Ohren und bereits seit 20 Minuten hüpfend wie ein Gummiball. Mit dem selben Elan flitzt er nach der Übergabe des Staffelstabes los. Mit der 62 schnellsten Zeit seines Teilstückes empfiehlt er sich, wie ein SOLA-Chater meinte, für Höheres sprich Längeres.

Ein besonderer Dank gebührt Stefan Copes, er läuft als nicht Strickhöfler bereits zum dritten Mal die längste Distance für unser Team und dies trotz Arthrose im Hüftgelenk. Die SOLA war sein zweitletzter Lauf vor einer nicht zu vermeidenden Hüftoperation. Dafür Wünschen wir dir bereits jetzt alles Gute. So groß wie deine Liebe zum OL- und Laufsport ist, wird die OP sicher erfolgreich verlaufen und du bald wieder in den Laufschuhen unterwegs sein.

Die Strecke von der Buchleren zum Hönggerberg legte dann ein Jubilar zurück. Bereits zehnten Mal lief Martin Bertschi in den Farben des Strickhofs an der SOLA mit. Positiv, humorvoll, flexibel und natürlich schnell, dass sind die vier ersten Attribute die mir in den Sinn kommen wenn ich an Martin denke. Keinen Läufer habe ich so oft angefragt, ob er nicht eine andere Strecke rennen könnte als diejenige, für die er ursprünglich eingeteilt war. Herzlichen Dank für dein vorbildliches Teamplay und deine Treue zum SOLA-Team. Den Staffelstab übergab der Jubilar an Adrian Sidler, welcher locker und dynamisch und erst noch schneller als in anderen Jahren dem ersten Zieleinlauf im Irchel entgegen lief. Nach eigenen Angaben hat er das FLOW-Gefühl beim Rennen entdeckt, was ihm eine Leistungssteigerung möglich macht.

Am Re-Start für das Strickhofteam machte sich Sämi Ritter bereit. Er sah so professionell aus, dass er sogar beim Anstehen für‘s WC um ein Interview gebeten wurde. Vorbei an Elefanten und der Masuala-Halle brachte er den Staffelstab zur Flunteren hoch. Jochen Bick, der dort bereitstand, wurde kurzfristig ins Team transferiert. Der ETH-ler sprang für Christian Badertscher ein, dessen Knieprobleme einen Start verunmöglichten. Als Jochen die letzte Strasse vor der Übergabe auf dem Bahnhofplatz Forch überquerte, sah ich das legendäre abbey road Cover der Beatels vor meinem inneren Auge. Mir wurde klar, John Lennon lebt und er läuft im Team Strickhof mit. Dass die Sonne auch bei Regen scheinen kann, bewies Susi Meese mit ihrem herzhaften Lachen vor und nach dem Lauf. Ob das an ihrer Verpflegung vor dem Start lag, weiss nur sie und Chiquita. Lukas Schulthess nutzte ebenfalls das Familiendoping und lief in die ersten 100 auf seiner Strecke. Auf alle Fälle war Lukas so schnell, dass ich zur Übergabe zwischen ihm und Maya Hiltpold zu spät kam und keine Fotos schießen konnte. Mit Maya konnten wir eine weitere ETH-lerin für unser Team verpflichten. Ich hätte nicht gedacht, dass man mit einem Rucksäcklein auf dem Rücken und einer Jacke um die Hüfte, so locker, fliessend und zügig Rennen kann. Ihr Gespür für Schnee liess sie wohl so taktieren. Denn kaum war sie im Ziel, fielen die ersten Hagelkörner. Maya war bereits warm eingepackt.

Was Vincent Sägessemann oder einer der anderen 999 Läufer angestellt hatte, dass das Wetter so schlecht wurde weiss ich nicht, aber Petrus muss es sehr persönlich genommen haben. Da wir vom Strickhof mittlerweile nicht mehr die einzigen in grünen T-Shirts sind, trug Vincent eine Kappe mit der er von weitem zu erkennen war. So konnten sich Ueli Vöglei und er nicht verfehlen. Die letzte Etappe wurde traditionell von unserem Direktor bestritten. Ob es an seiner bestechenden Form oder an meinem Alter lag? Zum ersten Mal verpasste ich den Zieleinlauf von Ueli und so gibt es leider keine Fotos davon. Ich tendiere jedoch zu ersterem, denn auch er gehörte zu den 100 schnellsten seiner Strecke.

Abschliessend darf resümiert werden: Wir dürfen mit unserem 365-igsten Platz von 1000 Teams und ein weiteres Mal unter 10 Stunden ausgesprochen zufrieden sein. Das Konglomerat aus Strickhof und AgroVet hat sich für den Strickhof bereits bezahlt gemacht. Hätte doch ohne die Unterstützung durch die ETH mit 6 Läuferinnen und Läufern kein Strickhofteam am Start der SOLA gestanden.

Herzlichen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Einsatz. Es war eine Freude euch durch den Tag zu begleiten!



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Daniel Schär

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