"Am Röschtigrabe"

22.06.2017

Im deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg, in Bösingen, besuchen wir, die Klasse 2h der KZN den 3wöchigen Huusikurs.

Der Kanton Freiburg liegt im Westen der Schweiz. Die Sprache ist überwiegend französisch, ein kleiner Teil der Bevölkerung spricht Deutsch. Der südliche Teil des Kantons gehört bereits zu den Schweizer Voralpen.
Die Vielfalt des Kantons; mit Weideflächen, Städten, Seen, voralpinen Zonen  wiederspiegelt sich auch im Kulinarischen.

Cuchaule, Gruyère, Gâteau du Vully... Sind Ihnen diese Begriffe bekannt? Wenn nein, machen wir Sie gerne "gluschtig", unsere kulinarische Seite zu besuchen. Ihnen einen kurzen Einblick in unser Schaffen während des Kurses zu geben.
In der Ernährung lernen und üben wir Techniken, Zubereitungsarten, degustieren, verfeinern, präsentieren, geniessen. Regional, saisonal, ausgewogen lautet unser Motto. Wir tauchen ein, kochen bekannte, uns vertraute Gerichte.
Unter der Leitung von Heidi Kilchherr wagen wir uns an Neues, Gerichte aus dem Freiburgischen.

  • Aus dem Seebezirk verwenden wir Egli, es entstehen, leckere Fischgerichte.
  • Die Cuchaule, ein Zopfteig mit Zugabe von Safran, überrascht uns mit seiner goldgelben Farbe. Wird im Freiburgischen zur Chilbi (Erntedank) serviert.

Im Tip-Topf, dem meistverkauftem Kochbuch der Schweiz, finden wir das Rezept Gâteau du Vully...benannt nach dem Mont Vully, einem Hügel am Murtensee. Süss, süss, süss...in andern Gebieten heisst er, in leicht veränderter Rezeptur, ganz einfach "Nidlechuechä".
"Er schmeckt sehr lecker und süss. Obwohl es nur Zucker und Doppelrahm (Crème de la Gruyère) oben drauf hat, ist es sehr geschmacksintensiv und gut. Es war ziemlich speziell, weil ich das noch nie gesehen habe. Ich dachte, der Doppelrahm würde durch das Backen flüssig werden, aber er war fest und hatte eine dünne Kruste oben. Er ist nicht kalorienarm, aber wenig schadet wenig – Anja, U2h".

Die würzige Milch ist Ausgangsprodukt verschiedener kulinarischer Spezialitäten. Crème double findet häufig Verwendung mit einer Meringue. Der Greyerzer Käse, der Vacherin fribourgeois, sind Delikatessen, die uns bereits zum Zmorge stärken oder Hauptbestandteil vieler Gerichte sind, ihnen eine würzige Note verleiht.

  • Soupe de Chalet...die Bergsuppe, bestehend aus Kartoffeln, Spinat, Wildkräutern, Brennnesseln, Käse und Rahm. Unser Highlight, zubereitet draussen, über dem Feuer.

Für die meisten von uns neu, einmalig.
"Ich finde das Kochen auf dem offenen Feuer sehr speziell. Zuerst dachte ich, dass 5 Liter Wasser und 4 Liter Milch kein gutes Endergebnis ergeben würden, aber als nach und nach immer mehr Gewürze, Gemüse, feine Hörnli und Gruyèrewürfelchen reinkamen, überzeugte mich die Freiburger Spezialität immer mehr. Der Kochtopf war am Ende leer – Richard, U2h".

Als Krönung unseres Gourmetmenus haben wir eine Vacherin glacé zubereitet und genossen.
"Ich finde es sehr speziell und delikat, dass "Vacherin" eine Mischung zwischen Torte und Eiscreme ist. Dieser Mix verleiht dem Dessert einen aussergewöhnlichen Touch. Es schmeckt nach Erdbeereis mit Vanilleeis, ist perfekt für heisse Sommertage - Kaia, U2h".

Wir sind erstaunt, überrascht von der Vielfalt, der Reichhaltigkeit dieser regionalen Spezialitäten. Ein Kulturgut, das verbindet. Eine Exkursion in die Stadt Fribourg erweitert unser Wissen, bringt uns die Romandie ein Stück näher.

Text:
Rosmarie Hänggi
Anja Gloor
Richard Seitz
Kaia Becker

Fotos:
Ramon Häuselmann
Heidi Kilchherr
Rosmarie Hänggi



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