Rückkehr der Strickhof-Kühe in den neuen Stall von Agrovet-Strickhof

28.04.2017

Die Strickhof-Kühe sind zurückgekehrt und fast gleichzeitig mit den Stigenhof-Kühen in den neuen Milchviehstall von Agrovet-Strickhof eingezogen. Damit ist die Zusammenführung der Teilherden abgeschlossen.

Vor fast zwei Jahren sind die Strickhof-Kühe aus ihrem alten Stall des Ausbildungs- und Versuchsbetriebs des Strickhofs in Lindau in ihre provisorische Heimat am Asphof in Nürensdorf gezogen. Am Morgen des 27. Aprils sind die Milchkühe nun mit lautem Glockengeläut in ihre alte Heimat zurückgekehrt, die jedoch eine ganz neue geworden ist: Ein brandneuer Freilaufstall mit modernster Ausrüstung, in zwei Hälften unterteilt ist. In der einen Hälfte findet das Melken am Melkroboter statt, in der anderen an einem Melkstand mit sieben Plätzen. Denn in der Zwischenzeit war der alte Milchviehstall abgerissen worden um den Neubauten von Agrovet-Strickhof, Bildungs- und Forschungszentrum, Platz zu machen.

Zusammenführung von drei Herden
Bei Agrovet-Strickhof handelt es sich um ein wegweisendes Kooperationsprojekt der ETH Zürich, der VetSuisse-Fakultät der Universität Zürich und dem Amt für Landschaft, mit dem Strickhof als Akteur. In der neuen Herde des Milchviehstalls von Agrovet-Strickhof wurden deshalb, nebst den Strickhof-Kühen, auch die Milchkühe der ETH-Forschungsherde, die früher in der Chamau stationiert war, sowie die Milchkühe der VetSuisse-Fakultät, die sich am Stigenhof in Oberembrach befanden, zusammengeführt.
Die Chamau-Milchkühe waren die ersten Kühe überhaupt gewesen, die am 27. Februar 2017 im neuen Milchviehstall eingetroffen waren. Am 27. April bezogen nun auch noch die letzten 47 Strickhof-Kühe ihre neue Heimat, das heisst diejenigen, die nicht schon jeweils nach dem Abkalben in den neuen Stall verlegt worden waren. Am 28. April hielten, als letzte, auch die 14 Milchkühe vom Stigenhof Einzug in den neuen Stall.

Wiegetröge und Kraftfutterstationen
Sowohl Hanspeter Renfer, Leiter des Strickhof-Ausbildungs- und Versuchsbetrieb als auch Andreas Simonett, neuer Bereichsleiter Milchproduktion & Grossviehmast am Strickhof, zeigten sich sehr erfreut darüber, wie der Einzug der beiden neuen Teilherden erfolgt war. «Gut gelaufen», meinten beide, «trotz des winterlichen Wetters Ende April». Nun geht es darum, dass sich beide, sowohl die Milchkühe als auch ihre Betreuer, an die neue Situation und an die neuen Geräte im Stall gewöhnen. Speziell ausgerüstet ist die Stallhälfte, die für Forschungszwecke zur Verfügung steht, mit Wiegetrögen, Kraftfutter- und Wasserstationen, die bei jeder Kuh genau aufzeichnen, wieviel Grund-, Kraftfutter und Wasser sie aufnimmt. Dazu trägt jede Kuh ein spezielles Halsband, das mit Transpondern ausgerüstet ist. (weid)