Regelung Klappertopfbekämpfung in Ökowiesen

23.04.2019
Klappertopf in Ökowiese (Foto: R. Gilgen, FÖN; Uster)

Klappertopf in Ökowiese (Foto: R. Gilgen, FÖN; Uster)

Regelung Klappertopfbekämpfung in Ökowiesen
Auflagen für Frühschnitt / Sonderbewilligungen 2019

Klappertopf ist einjährig und muss daher regelmässig zur Samenreife kommen, um sich in einer Wiese dauerhaft halten zu können. Um ihn wirksam zurückdrängen zu können, ist ein Schnitt zu Blühbeginn die beste Methode. Da Klappertopf meist vor dem offiziellen Schnittzeitpunkt zur Blüte kommt, braucht es für eine erfolgreiche Bekämpfung eine genehmigungspflichtige Vorverlegung des Schnittzeitpunkts. Eine chemische Bekämpfung ist nicht sinnvoll und auch nicht zugelassen.

Gemäss Direktzahlungsverordnung ist ein vorzeitiger Schnitt nur ökologisch begründet möglich. Sonderbewilligungen für die Vorverschiebung des Schnittzeitpunktes zwecks Klappertopfbekämpfung werden daher nur unter folgenden Bedingungen erteilt:

  • Mechanische Bekämpfung: Vorzeitiges Mähen der Bereiche mit hoher Klappertopfdichte, d.h. Deckungsgrad mind. 20 %. Bei ganzflächiger Mahd muss ein Rückzugsstreifen (beliebige Form) von mind. 10 % der Fläche belassen werden.
  • Schnitttermin: Frühestens zu Beginn der Klappertopfblüte, spätestens jedoch wenn 3/4 der Blüten des Hauptblütenstandes offen sind. Ein zu früher oder zu später Schnitt bringt keinen Erfolg. Ein Schnitt nach dem spätesten Stadium ist nicht gestattet.
  • Schnittgut: Muss weggeführt werden.

Falls eine QII-Beurteilung bevorsteht, ist kein Frühschnitt möglich!

Vorgehensweise für die Einholung einer Sonderbewilligung

  • 1. Meldeformular unter "Downloads" öffnen und ausdrucken
  • 2. Ackerbaustelle informieren
  • 3. Ackerbaustelle bearbeitet das Anliegen selbst oder zieht bei Flächen mit Vernetzung und/oder Naturschutz die zuständigen Stellen bei > Formular ausfüllen und auf der Formularrückseite eine Situationsskizze erstellen
  • 4. Falls die Bedingungen erfüllt und die zuständigen Stellen einverstanden sind, ist mit deren Unterschrift die Sonderbewilligung für den Frühschnitt erteilt
  • 5. Das Original des Meldeformulars bleibt beim Landwirt oder Landwirtin und eine Kopie ist vor dem Frühschnitt an folgende Adresse zu senden:
    Strickhof, R. Gämperle, Eschikon 21, 8315 Lindau /


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