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ÜK Ackerbau: «sehen, hören, machen»

Die Lernenden der Grundbildung Landwirtschaft haben sich im überbetrieblichen Kurs «Maschinen im Ackerbau» auf dem Feld vom Strickhof Wülflingen versammelt. An vier Posten sind diverse Ackerbaumaschinen bereitgestanden, die unter Anleitung der Instruktoren eingestellt und gefahren wurden.

 

Vom 19. bis 22. Oktober 2020 haben Lernende der Erst- und Zweitausbildung Landwirt*in EFZ sowie Agrarpraktiker*in EBA je einen Tag den üK «Maschinen im Ackerbau» am Strickhof in Wülflingen besucht.

Am Dienstag haben die Kursteilnehmer*innen der Zweitausbildung sich im Theorielokal getroffen und dort zuerst einen Input erhalten. Stephan Berger, üK-Leiter am Strickhof, erzählt, dass es unter den Auszubildenden grosse Unterschiede betreffend Vorwissen gäbe. Manche hätten schon viel, andere noch nie mit Ackerbau-Maschinen gearbeitet.

«Deshalb ist neben dem Sehen und Hören auch das Machen wichtig, sprich die Maschinen und Techniken anschliessend auf dem Feld auszuprobieren. Der Lerneffekt ist dort am grössten», so Stephan Berger.

Vom Pflug bis zur Sämaschine

Damit die Lernenden neben der Theorie auch die Praxis zum Thema Ackerbau vermittelt bekommen, durften sie über den Tag verteilt vier Posten absolvieren. Die üK-Instruktoren hatten dort die unterschiedlichsten Maschinen: An zwei Posten gab es verschiedene Pflüge, bei einem anderen diverse Maschinen zur Saatbeet-Bearbeitung und bei einem weiteren solche zum Säen. «Hier am Strickhof haben wir eine grosse Vielfalt an Gerätschaften, die kann ein Lehrbetrieb nicht bieten. Bei uns sehen die Lernenden, was es alles auf dem Markt gibt und wie damit umgegangen wird.», so Walter Erb.

Walter Erb führt bei seinem Posten diverse Maschinen zur flachen Feld- oder Saatbeet-Bearbeitung vor. Auch Walzen zeigte er den Auszubildenden. Diese haben viele wertvolle Fragen an den Fachmann. «Am liebsten hätte ich einen halben Tag mehr zum Unterrichten, es macht wirklich Spass, wenn die Lernenden so interessiert sind».

Die Instruktoren gestalten den üK «Maschinen im Ackerbau» genau so wie jeden anderen: Möglichst anschaulich und nahe an der Praxis.

Schritt für Schritt

Bei den Posten der Instruktoren Stefan Sauter und Stefan Beugger wurden alle Arbeitsschritte vom Pflügen gemeinsam besprochen und durchgeführt: Vom Luftdruckmessen der Reifen über das Einstellen der Trageachse bis hin zum Anpassen der Erstfurchenbreite.

Im üK werden die Pflüge bewusst verstellt, dass Dinge wie Zugpunkt oder Furchentiefe nicht stimmig sind. So sieht man direkt, wie solche Fehler sich auf das Pflugbild auswirken. Deshalb ist es wichtig, dass die Lernenden auch selber fahren.

Während einer fährt, beobachten die andern, was nicht optimal eingestellt ist und wie korrigiert werden kann.

Gewusst wie

Stefan Beugger, zweiter Instruktor Posten «Pflügen», ist es wichtig, dass die Lernenden in Zukunft wissen, wie ein Pflug einzustellen ist: «Auf dem Betrieb sind die Maschinen meistens fast fertig eingestellt. Bei uns dürfen die Teilnehmer selber die Einstellungen vornehmen.» Damit dies möglich ist, klären die Instruktoren die Handhabung einzelner Bauteile, bevor die Auszubildenden die Maschinen selber einstellen.

Stefan Beugger zeigt, wie die Steinbruchsicherung funktioniert.

Sämaschinen und -Technik

Nach dem Pflügen und der Saatbeet-Bearbeitung kommt das Säen. Bei Lukas Roth lernten die üK-Teilnehmer*innen verschiedene Sämaschinen kennen und wie diese abgedreht und eingestellt werden.

Auch beim Sämaschinen-Posten steht das Learning-by-Doing an oberster Stelle.

 

Mechanische Drillsämaschine die unter Anleitung von Lukas Roth abgedreht wird.

Die Lernenden nehmen an der Krummenacher-Sämaschine Einstellungen für eine Abdrehprobe vor.

Ein gelungener Tag

Die Lernenden durften an diesem üK-Tag viel von den Instruktoren profitieren, Fragen stellen und ausprobieren.

Beim üK «Maschinen im Ackerbau» wird sehr vieles thematisiert. Die intensive praktische Tätigkeit und die Menge an Informationen zeigen auf, dass der Einsatz von Geräten bei der Bodenbearbeitung gelernt sein will.

Die Auszubildenden der Erstlehre besuchen den üK im zweiten, die der Zweitlehre im ersten Lehrjahr.

Beitrag: Lara Zimmermann