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Kinder erkunden die Gemüsewelt

Rund 600 Primarschülerinnen und Primarschüler aus den Kantonen Zürich und Schaffhausen haben am Strickhof Wülflingen anschaulich und spielerisch viel Wissenswertes über Gemüse lernen dürfen.

Zirka 600 Primarschülerinnen und Primarschüler aus den Kantonen Zürich und Schaffhausen haben diese Woche die beliebten Schul-Tage am Strickhof besucht, dieses Jahr zum Themengebiet “Chrut und Rüebli”. Organisiert wurden die Schul-Tage von Sabine Bosshard Gerber, Lehrperson bei der Sparte Bäuerinnen und Gesundheit. An sechs verschiedenen Posten führten Fachpersonen vom Strickhof mit viel Engagement die jungen Menschen in das Thema Gemüse ein.

 

Wer erntet am meisten Rüebli?

Fiona Eyer von der Fachstelle Pflanzenschutz begann ganz am Anfang des Gemüsebaus, nämlich bei der Erde. In einem fast zwei Meter tiefen Erdloch vermittelte sie, wie sich der Boden zusammensetzt und welche Funktionen er hat. Die Schülerinnen und Schüler durften sich von ganz zuunterst einen Klumpen Ton holen und ihn in der Hand kneten. Mit einer mit Erde gefüllten Petflasche veranschaulichte Fiona Eyer, dass darin etwa gleich viele Lebewesen – von Würmern bis zu Mikroorganismen – vorhanden sind, wie Menschen auf der Erde leben. Beim Gartenbaulehrer Felix Arnold durften die Schülerinnen und Schüler ihre Kräfte und Ausdauer messen, ging es doch darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Rüebli zu ernten. «Auch bei den grossen Gemüsebauern müssen viele Gemüsesorten von Hand geerntet werden», sagte Felix Arnold und machte so den Kindern die viele Handarbeit im Gemüsebau bewusst.

 

Wer kennt den grünen Salat?

Das für die Fachtagung Freilandgemüse angelegte grosse Salatfeld konnte auch für die Schul-Tage genutzt werden. Welche Salatsorten gibt es? Wie sehen die Salate aus und worin unterscheiden sie sich? Welche Sorte mögt ihr am liebsten? Spezialkulturen-Praktikantin Lea Andrae zeigte den Kindern, dass Salat nicht gleich Salat ist, sondern sehr verschieden sein kann in Aussehen und Geschmack. Beim Posten von Daniel Bachmann, Fachstelle Gemüse, musste genau hingeschaut werden: In kleinen Glasschälchen waren verschiedene Schädlinge, Nützlinge und Krankheiten an Pflanzen zu sehen. Unter dem Mikroskop konnten die Schülerinnen und Schüler die Tierchen und Krankheiten genauer beobachten. Die jungen Leute haben also gesehen, dass der Gemüsebau kein Kinderspiel ist und die Produzenten mit einer Menge Herausforderungen zu rechnen haben.

 

Wer weiss wie Kohlräbli schmeckt?

Bei René Gämperle von der Fachstelle Boden, Düngung & Biodiversität durften die Kinder raten, von welchen Kontinenten die verschiedenen Gemüsesorten ursprünglich stammen. Haben Sie gewusst, dass die Tomate aus Südamerika stammt und die Aubergine aus Südostasien? Den Kindern wurde klar, dass ohne die Einflüsse aus anderen Kontinenten vor vielen tausend Jahren das Gemüsegestell im Einkaufsladen um ein Vielfaches bescheidener und weniger bunt ausfallen würde.

Bei Susanne Spaltenstein von der Sparte Bäuerinnen und Gesundheit durften die Kinder ihre Geschmackssinne testen. Mit geschlossenen Augen erfühlten und degustierten sie Gemüsestängeli und lernten alle Gemüsearten kennen, die aktuell in der Schweiz Saison haben. Zu guter Letzt durften die Schülerinnen und Schüler einen beliebten Snack mit Gemüse geniessen: Gemüsecrostini mit Käse überbacken. Mmmm….., wer da nicht auf den Geschmack gekommen ist?

Text: Ursina Berger, Strickhof