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Fachstelle Biolandbau: Neues Team stellt sich vor

Zwei neue Gesichter und mehr Stellenprozente: Die Fachstelle Biolandbau erhält Verstärkung und wurde personell aufgestockt. Ziel bleibt die optimale Unterstützung und Förderung des Biolandbaus im Kanton Zürich.

«Arbeitseinsätze auf mehreren Bio-Betrieben haben mich geprägt und eine Faszination für den Biolandbau entstehen lassen», erklärt Viktor Dubsky. Und Thomas Rilko betont: «Ein sorgsamer Umgang mit den Ressourcen und der Verzicht auf chemisch-synthetisch hergestellte Hilfsmittel machen den Biolandbau zu einem Bereich mit grossem Zukunftspotential.» 

Mehr Ressourcen 

Viktor Dubsky und Thomas Rilko sind die beiden neuen Mitarbeitenden der Fachstelle Biolandbau am Strickhof. Sie ersetzen Felix Zingg, der den Strickhof im Sommer verlassen hat, und Tamara Bieri, die ihre Aufgaben am Strickhof in die landwirtschaftliche Grundbildung verlagert hat. 

Viktor Dubsky hat an der ETH Zürich Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Pflanzenbau studiert und auf mehreren Bio-Betrieben gearbeitet. Am Strickhof absolvierte er im Jahr 2014 ein Praktikum im Bereich Pflanzenschutz. Danach war er am BBZ Arenenberg während 3,5 Jahren als Ackerbauberater und Berufsschullehrer tätig. Zuletzt importierte der 34-Jährige bei einer Handelsfirma Gemüse und Früchte.  

Thomas Rilko studiert an der ETH Zürich Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Tierwissenschaften. Seine Masterarbeit, die er im Dezember 2020 einreicht, schreibt er zum Thema Remote Sensing im Pflanzenbau. Der 28-Jährige hat ein Praktikum am Landwirtschaftszentrum Visp im Wallis sowie eines bei der «Organic Farmers Association» im US-Bundesstaat Pennsylvania absolviert. 

Mit der Neubesetzung der beiden Stellen ist das Team der Fachstelle Biolandbau wieder komplett. Nebst Thomas Rilko und Viktor Dubsky gehört auch Katrin Carrel dazu. Die Agronomin ETH ist seit 2012 für die Fachstelle tätig.  

Die Fachstelle Biolandbau wurde nicht nur personell erneuert, ab Herbst 2020 stehen auch mehr Ressourcen zur Verfügung: Die Stellenprozente wurden von 140 auf 195 Prozent aufgestockt. 

Thomas Rilko wird ab Oktober 2020 die Fachstelle Biolandbau leiten. Bis dahin wird sie von Andreas Rüsch, Leiter Fachstellen & Dienstleistungen, interimistisch geführt.  

Wissen vermitteln 

Die Mitarbeitenden der Fachstelle Biolandbau organisieren Fachveranstaltungen für Biolandwirte/innen, die den Erfahrungsaustausch fördern und aktuelles Wissen aus Forschung, Beratung und Vermarktung vermitteln. Sie unterrichten in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung, bieten Umstellberatungen an und beraten Bio-Betriebe zu den Themen Pflanzenbau und Tierproduktion. Ausserdem leisten sie Vollzugsunterstützung im Bereich kantonale Umstellbeiträge und planen zusammen mit externen Partnern PraxisversucheZu diesen gehörten in den letzten Jahren die Forschungsinstitutionen FiBL und Agroscope, Pflanzenzüchter Peter Kunz (GZPK), die Biofarm Genossenschaft, die Fenaco GOF, SATIVA Rheinau und IG Dinkel. In diesem Jahr wurden rund zehn verschiedene Feldversuche (Sortenvergleiche, neue und bekannte Kulturarten, Mischkulturen sowie Anbautechnikversuche) durchgeführt. 

Angelegt werden die Bio-Feldversuche auf dem Strickhof-Partnerbetrieb Stiegenhof in Oberembrach, der von Andreas Huber, einem erfahrenen Bio-Landwirt, nach Knospe-Richtlinien bewirtschaftet wird. Seit 2018 ist der Stiegenhof Kooperationspartner des Strickhofs. Auf dem 30-Hektaren-Betrieb werden neu auch Aufzuchtrinder gehalten, die Hofdünger für den Feldbau liefern. 

Breit vernetzt 

Eine enge Zusammenarbeit besteht nicht nur mit dem Stiegenhof, sondern auch im Bereich der biodynamischen Ausbildung in Rheinau sowie mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), mit dem der Kanton Zürich seit Jahren einen Leistungsauftrag unterhält: für Spezialberatungen von Zürcher Biobetrieben sowie zur Durchführung von Versuchen und Projekten im Biolandbau. 

Sowohl in der landwirtschaftlichen Grundbildung, als auch in Lehrgängen der höheren Berufsbildung spielt der Biolandbau eine wichtige Rolle. So können zum Beispiel die angehenden Landwirte/innen EFZ im dritten Lehrjahr den Schwerpunkt Biolandbau wählen. Der Berufskundeunterricht in den Fächern Pflanzenbau und Tierhaltung erfolgt in separaten Bio-Klassen. Die Lehrpersonen für die entsprechenden 240 Lektionen sind Fachpersonen des biologischen Landbaus.