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Eine Abteilung des Amtes für Landschaft und Natur (ALN)
der Baudirektion Kanton Zürich
Umstellung auf Biolandbau frühzeitig planen

Vor der Umstellung müssen die Vermarktungsmöglichkeiten gut abgeklärt werden

 

Bis am 31. August können sich interessierte Betriebe für die biologische Bewirtschaftung im Folgejahr anmelden. Die Anmeldung für den biologischen Landbau im Kanton Zürich erfolgt mit dem Anmeldeformular für Ökoprogramme (ÖLN,BTS,RAUS, BIO) des Amtes für Landschaft und Natur/ Abteilung Landwirtschaft. Dieses Formular muss bis zum 31. August 2010 bei der Ackerbaustelle eingereicht werden. Zusätzlich muss sich der Neuumsteller bei einer anerkannten Kontrollstelle - Bio.inspecta in Frick AG (Tel. 062 865 63 00) oder Bio Test Agro in Riedtwil BE (Tel. 062 968 19 77) anmelden. Ein Bundesbiobetrieb kann mit einem zusätzlichen Umstelljahr als Bio-Suisse-Betrieb anerkannt werden.

Grundsätzlich muss der gesamte Landwirtschaftsbetrieb umgestellt werden. Die Umstellzeit dauert zwei volle Jahre. Betriebe mit Schweine- oder Geflügelhaltung oder Betriebe mit Wein-, Obst- oder Zierpflanzen können bei einer gleichzeitigen Umstellung aller Flächen, Schwierigkeiten mit der Produktionstechnik und der Vermarktung antreffen. Um das Umstellrisiko zu mindern, ist für solche Betriebe eine schrittweise Umstellung für maximal fünf Jahre möglich. Die schrittweise Umstellung muss jedoch vom BLW und von der Bio-Suisse bewilligt werden. Bei der Tierhaltung - ausgenommen sind Wiederkäuer und Pferde - kann eine schrittweise Umstellung für höchstens drei Jahre bewilligt werden. Nicht zulässig ist die Parallelproduktion von Tieren der gleichen Nutztierkategorie.

Die Bioberatung am Strickhof kann bei der Planung der Umstellung und beim Zusammenstellen des verlangten Umstelldossiers für die schrittweise Umstellung helfen. Gesuche für schrittweise Umstellung müssen bei der Bio Suisse (MKA, Margarethenstr. 87, 4053 Basel, Tel. 061 385 96 10) bis zum 31. August 2010 eingereicht werden.

 

Bio-Markt wächst stark weiter

Der Umsatz mit Bio-Produkten stieg im Jahr 2009 um 7% auf 1.545 Mia Franken. Jede Schweizerin und jeder Schweizer kaufte für rund 200 Franken pro Jahr Bio-Produkte. Rund 73% der Bio-Produkte gingen 2009 über die Ladentische von Coop 49,4% Marktanteil, 764 Mio Franken) und Migros (23,6% Marktanteil, 365 Mio Franken). Wiederum stark gewachsen sind die Direktvermarkter (Hofläden, Marktstände usw.) mit einem Plus von 9,6% (5,2% Marktanteil, 80 Mio Franken).

Alle Bio-Produktegruppen sind gewachsen. Besonders signifikant ist das Wachstum bei Bio-Fleisch und -Fisch sowie bei den verpackten Konsumgütern und den Convenience-Produkten. Das zeigt: Bio ist etabliert und erreicht mit modernen Produkten neue Käuferinnen und Käufer. Schaut man den Detailhandel genauer an (exklusive Bio-Fachhandel, Discounter und Direktvermarkter), zeigt sich, dass die Marktanteile bei den Bio-Frischprodukten weiter gestiegen sind. Dies ist umso bemerkenswerter, weil die Verkaufspreise für viele Produkte gesunken sind. Das heisst, dass trotz des Preisdrucks mehr Umsatz mit Bio-Frischprodukten gemacht worden ist.

 

Bio und die Krise

Auf das Biowachstum hat die Krise keine Auswirkungen. Das weitere Wachstum des Biomarktes zeigt, dass Bio-Produkte längst salonfähig geworden sind. Ein nachhaltiger Lebensstil, zu dem auch der kkonsum von Bio-Produkten gehört, hat sich etabliert. 92 Prozent aller Konsumenten kaufen laut einer repräsentativen Umfrage mindestens einmal im Jahr ein Bio-Produkt, rund 60 Prozent mehrmals pro Monat.

Erik Meier, Strickhof Bioberatung