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der Baudirektion Kanton Zürich
Pflanzenschutz aktuell - Stand der Beobachtungen von Mittwoch, 8. September

Helminthosporium Blattflecken

Maiszünslerbefall, sichtbar durch Bohrmehl in den Blattachseln

 

Mais

Augenschein vor der Ernte

Vor der Ernte von Silomais ist eine letzte Feldkontrolle angesagt. Dabei lässt sich die Wirkung des eingesetzten Herbizides sowie die Kontrolle von Pilzkrankheiten bzw. Schädlingsbefall kombinieren. Das grösste Augenmerk gilt den Helminthosporium-Blattflecken. Zu Beginn des Befalls findet man an den unteren Maisblättern braune, langovale 0.5 – 10 cm lange Blattflecken. Breitet sich der Befall im Pflanzenbestand je nach Witterung stark aus, können Ertragsverluste durch frühzeitiges abdörren der Blätter entstehen. Bei starkem Befall ist die Sortenwahl zu überdenken. Daneben kann auch Maisrost oder Beulenbrand vorhanden sein. Der Maiszünsler ist der bedeutendste Schädling im Mais. Jetzt gilt es den Befall durch den Zünsler zu ermitteln, damit im nächsten Jahr entschieden werden kann, ob Trichogramma Schlupfwesepen ausgesetzt werden müssen oder nicht.

Schadenschwelle Silomais: 40% befallenen Pflanzen. Schadenschwelle Körnermais 20 % befallene Pflanzen (nach Möglichkeit auch Felder in der Umgebung beurteilen). Symptome an befallenen Pflanzen: 3-4 mm grosse Löcher im Stängel oder Kolben, Bohrmehl in den Blattachseln, abknicken der Fahnen oder der ganzen Pflanze, rot Verfärbung von Einzelpflanzen. Bei der Ermittlung der Schadenschwelle ist wie folgt vorzugehen: an 10 Stellen im Feld, 10 aufeinander folgende Pflanzen kontrollieren (= 100 kontrollierte Pflanzen, Anzahl befallene Pflanzen = Prozentsatz). Die indirekten Massnahmen zur Maiszünslerbekämpfung möchten wir an dieser Stelle nochmals in Erinnerung rufen. Es sind dies: Maisstoppeln bis Ende April 2011 sauber Unterpflügen. Fräsen bzw. Mulchen oder „Knicken“ der Maisstoppeln vor einer Mulch- oder Direktsaat des Getreides.

 

Raps

Heikle Phase

Der Raps ist am Auflaufen. Er befindet sich damit in der empfindlichsten Phase seiner Entwicklung. Damit die gewünschte Bestandesdichte durch Schnecken nicht unnötig dezimiert wird, sind Kontrollen jetzt enorm wichtig. Etwaige Blattaufhellungen (weisse Blätter) wurden durch den Herbizid-Wirkstoff „Clomazone“ verursacht. Bei Behandlung von bereits aufgelaufenem Raps oder bei starken Niederschlägen nach der Behandlung sind solche Verfärbungen möglich. Sie haben in der Regel keinen Einfluss auf den Ertrag, sondern wachsen sich in 2-3 Wochen wieder aus.

 

Markus Hochstrasser, Strickhof Fachstelle Pflanzenschutz, 8315 Lindau, 8.9.10