PS Aktuell vom 14.3.2012

14.03.2012
Einstiche des grossen Stängelrüsslers in den Haupttrieb

Einstiche des grossen Stängelrüsslers in den Haupttrieb

Getreide

Unkrautkontrolle

Die Verhältnisse für die Unkrautkontrolle sind ideal. Etwas zuwarten könnte man, wenn mit Blattherbiziden gearbeitet wird. Gerade in noch eher dünnen Beständen werden Frühjahreskeimer wie Knöteriche dann noch erfasst. Aus wirtschaftlichen Überlegungen ist auch eine Kombination der Herbizide mit einem allfälligen CCC-Einsatz nach Bestockungsende denkbar.

 

Raps

Stängelrüssler und Kohltriebrüssler

Nach dem eher starken Einflug vor 14 Tagen und dem anschliessenden Reifungsfrass beginnen die Stängelrüssler in diesen Tagen mit der Eiablage. Zuerst werden nur Probestiche angebracht, aber noch keine Eier abgelegt. Die Stängel sollten nun auf Einstiche kontrolliert werden. Wenn gemäss Schadschwelle 10-20% der Stängel (nicht Blattstiele) Einstiche aufweisen, ist eine Behandlung mit einem Pyrethroid angebracht. Erfolgt diese Behandlung, dann sollte für die Glanzkäferbekämpfung wegen der Resistenz sicher kein Pyrethroid mehr eingesetzt werden. Im Durchschnitt der Jahre sichert die Behandlung gegen Stängelrüssler 2 kg Ertrag. Der Kohltriebrüssler sticht normalerweise in die Blattstiele und verursacht weniger Schaden. Wo die grösseren Blätter nach dem Frost fehlen, kommen seine Einstiche am Haupttrieb wohl noch dazu.

 

Ausfallgetreide

Ausfallgetreide im Raps überträgt Krankheiten wie Halmbruch in der Fruchtfolge. Besonders wenn Getreide im Extenso angebaut wird, sollte das Ausfallgetreide bekämpft werden bevor der Raps abdeckt. Oft reicht eine Teilflächenbehandlung mit einem spezifischen Gräserherbizid.

 

Wiesen

Mäusebekämpfung

Im warmen Herbst waren die Wühlmäuse stellenweise sehr aktiv. Wo eine schützende Schneedecke während den starken Frösten fehlte, sind die Populationen aber sicher geschwächt worden. Die AGFF betreibt seit 2010 ein Mäusemonitoring. Im März jeweils werden an über 40 Standorten in der Schweiz die Mausdichten erhoben. Wer sich einen regionalen Überblick verschaffen möchte, findet die Resultate auf der AGFF Internetseite (www.agff.ch-> Mäusebekämpfung->Mäuseradar). Über einer Mausdichte zwischen 50 und 100/ha steigt das Risiko für eine Massenvermehrung sicher stark an. Die vorhandenen Maushaufen sollten mit Walze oder Striegel so schnell wie möglich ausgeebnet werden. Wenn in Kürze wieder neue Haufen entstehen, sind noch Mäuse aktiv. Jede Maus, die im März noch erwischt wird, kann sich im Laufe des Jahres nicht mehr fortpflanzen. Die Begasung sollte nicht am Rande des Gangsystems direkt bei Haufen erfolgen, sondern mehr in der Mitte. Auch mit Fallen fängt man dort besser.

 



Zusätzliche Informationen zum Inhalt